Windows entschlacken

Saturday, May 25. 2013

 Windows verfettet mit der Zeit, eine VM, die ursprünglich in 20 GB gut Platz hatte, schmeisst nun aus 30 GB Warnungen während eines Windows Update - Durchlaufs. Ich entsinne mich eines Artikels in der c't (17/2012, p74-79) und mache mich ans Putzen.

Datenträger-Bereinigung

datent in suchbox unter Start eingeben, oben den Link zum Programm anklicken. Man bekommt einen Verlaufsbalken, während die Festplatte auf Löschbares gescannt wird und dann ein Dialogfenster, in dem man anhaken kann, was weg soll und gleich sieht, was es bringen wird.

Temporäre Dateien löschen:

Nicht recht begreiflich, warum dies nicht schon von der Bereinigung vorgenommen wird, es gibt (mindestens) zwei Ordner mit temporären Dateien :

C:\windows\Temp
C:\Users\UserName\AppData\Local\Temp
 
letzteren gibt es je aktiven Nutzer des System einmal. Alles markieren und weg. Manches will sich nicht löschen lassen, das ist dann vermutlich noch in Gebrauch. Überspringen.
 
Brockensammlung
Als nächstes schauen wir uns mal die fetten Brocken auf der Platte an, Windows Explorer auf die Platte öffnen, sicherstellen, dass versteckte und Systemdateien angezeigt und auch die Extensions eingeblendet werden, dann "größe:>50m" in die Suchbox (ohne die Quotes). Es dauert eine Weile, bis die Anzeige sich gefüllt hat.
 
hiberfil.sys 
Bei mir mit Abstand die größte Datei: c:\hiberfil.sys, Speicherabbild für Schlafmodi, irgendwann bei tests mal angelegt und auf einer vm nun wirklich nicht nötig. 
cmd als administrator starten, dort:
cd c:\
dir /a
del hiberfil.sys
 
Ansonsten zeigt mir die Brockensicht auf die Platte leider nur eine lange Nase: .msp und .mzz sind Caches, die sich Installer angelegt haben, und auch brauchen. chrome.7z wird nach dem naechsten Update von Google Chrome auch wieder neu erstellt werden, das gilt auch für die schwerste Datei unter C:\windows\SoftwareDistribution: die DataStore.edb.
 
Verteilter Weichkram
Unter SoftwareDistribution legt sich WindowsUpdate manches an und was es davon wirklich braucht, wird es sich nach einen Ausräumen des verzeichnisses wieder neu anlegen. Insgesamt eine der Aktionen mit nachhaltigerer Wirkung. 
Um da aber wirksam Löschen zu können, müssen zwei Dienste gestoppt und anschliessend restarted werden.
In das Suchfeld im startmenue tippen wir "dienst", öffnen Dienste, suchen und Sstoppen da Windows Update und Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst. Löschen alles unter dem Verzeichnis und starten die Dienste wieder. Anschliessend kann man gleich WinUpdate einmal durchlaufen lassen und vergleichen, was es sich wieder angelegt hat...
 
Resultat 
Alles in allem ein ernüchterndes Ergebnis:
Zwar war als erstes Resultat auf der anfangs vollgelaufenen Platte wieder eine mittlere einstellige GB-Menge frei. Aber nach Abschluss des Windows Update, dessen Abbruch mit Fehlermeldung Anstoss gegeben hatte zu der ganzen Putzerei, war vom eben freigeschaufelten Platz ein Drittel schon wieder weg. Auf Dauer hilft nur, mehr Festplattenplatz einzuräumen.
 
Ende gut 
Die gute Nachricht?  - mit vbox ist das mittlerweile ein Klacks!
Die meiste Zeit verschlang die Anfertigung der (glücklicherweise dann nicht benötigten) backups.
Ansonsten sind die Schritte:
- Aktuellen Stand der VM klonen (so dass die ganzen vorigen Sicherungspunkte zusammengefasst werden in eine einzige .vdi)
- vboxmanage mit dem Pfad zu dieser .vdi aufrufen:
  vboxmanage modifyhd /Pfad/zur/vdi --resize 81920
  der letzte Parameter gibt die neue Gesamtgrösse der dynamischen .vdi in MB an, in meinem Beispiel also 80 GB
- dann die geklonte vm booten und dort mit Bordmitteln (Datenträgerverwaltung bzw parted) oder dedizierter LiveCD die bestehende Partition auf die neue Größe erweitern.
Vgl. herzu die Links am Ende dieses vorigen Artikels
 

 

Xmind to object

Monday, November 19. 2012

Eine Powerpoint-Folie als Vorlage um dann mit dem Editor ein mehrfach verschachteltes object in javascript-Notation zusammenzuschreiben, und trotz aller Umsicht ist bei copy&paste-Aktionen dann doch irgendwo ein Komma oder eine Klammer verloren gegangen - eine Aufgabe, die mich recht schnell zu der Überlegung führt, dass da ja wohl etwas nicht stimmt, wenn ich als Mensch versuche, was die Maschine doch wirklich besser kann: 
stur und unablenkbar genau eine langweilige, umfangreiche Routine abzuarbeiten.

Die erste Idee - ein script, dass aus einer .pptx direkt  das gewünschte javascript-Object erzeugt - lasse ich schnell wieder fallen, zu gross die Variabilität des Inputs und noch dazu ist das XML der .pptx ist ein wenig abschreckend geraten...

Stattdessen entscheide ich mich für ein freundliches Zwischenformat, und das ist für mich eine Xmind - mindmap. Ein besonders freundlicher Zug dieses Formates ist die Tatsache, dass es dank MEKK mit python (2.x) sehr einfach ist, mindmaps zu generieren oder zu parsen. 

Wie man MEKK unter debian installiert, habe ich in einem vorigen Artikel schon aufgeschrieben, diesmal unter cygwin auf win7 war es nicht so sehr anders: mercurial und gcc mit setup installieren, hg clone https://bitbucket.org/Mekk/mekk.xmind, im ersten Durchlauf beklagt hg noch dass fehlen einiger Pakete (libxml und libxslt in dev-Version) und dann steht das MEKK-Modul bereit. 

Die Umwandlung der powerpoint-Folien in Xmind-Maps habe ich mir als zweiten Schritt aufgehoben, hier erstmal das Script mon der Map zum Objekt. Als frühe alpha ist es ein wenig beschränkt, was die Verschachtelungstiefe anbelangt, weil es mein Anwendungsfall so wollte, geht das Script von einer Struktur aus, wo unter dem Wurzelknoten zwei Hierarchiebenen vorgesehen sind, die optional noch childNodes haben  können, während für die dritte Ebene diese Möglichkeit nicht mehr erwartet wird.   Das kann man sich aber gegebenenfalls anpassen.

Mit dem Aufruf    python x2o.py test.xmind   gestartet erzeugt das Script ein HTML-Dokument, dessen Name teils von dem geparsten .xmind bestimmt wird. Im beiliegenden Beispiel lautet der Text des Wurzelknotens "project" und die erzeugte Datei heisst test_project.html.

Das HTML-Dokument enthält das generierte js-object, mit einem Editor kann man es sich herauspicken, mit einem Browser auf syntaktische Korrektheit pruefen. Wenn das Objekt funktioniert, gibt das .html abschliessend mit einem alert("Es geht!" Bescheid, wenn man es im fireFox öffnet, zeigt der Alert gleich die source des object an.

Download: x2o.zip

Windows 7 in vm ohne Aktivierung

Thursday, May 19. 2011

Die c't hat in Heft 2011/11 S.121 einen Tip, wie man eine windows 7 - Installation in einer virtuellen Maschine "aktivierungssicher" hinbekommt. Der sei hier kurz notiert:

win7 läuft ja 30 Tage ohne Aktivierung. Diese Karenzzeit kann man auch noch drei mal verlängern. Dazu öffnet man ein cmd-Fenster mit Admin-Rechten und gibt dort
slmgr -rearm 
ein. Dann nuddelt die Kiste etwas, bis sich ein Fenster öffnet mit dem Hinweis, der Befehl sei erfolgreich abgeschlossen und man müsse nun den Rechner neu starten. Aber genau das tut man jetzt nicht!
Tatsächlich ist nämlich nur die Umsetzung des Befehls als Task im Zuge des nächsten Boot eingetragen worden. Anschliessend wird das System 30 Tage wie aktiviert laufen.

Und jetzt macht man keinen Neustart, sondern fährt die vm stattdessen einfach runter. Anschliessend legt man einen Snapshot an (oder kopiert den aktuellen Stand der vm). Wenn man später auf diesen snapshot zurückgeht und bootet, wird mit dem boot die Zeitverlängerung ausgeführt und nach dem Bo0t hat man ein windows, dass für die nächsten 30 Tage frisch bleibt. 

Wenn die Zeit abgelaufen ist, geht man auf den Snapshot zurück und die Uhr läuft von vorn. Im Prinzip kann man das beliebig oft wiederholen, ohne dabei die drei Rearms aufzubrauchen.  Für eine vm, die nur mit Abständen, als Testsystem, angeworfen wird, ist das ein ausgesprochen praktisches Setup. (Gerade bei solchen Testsystemen verstreicht die zeitweise Aktivierung oft ungenutzt, während das System ruht, und wenn man sie dann zum Leben erweckt und das Datum lange abgelaufen ist, schwärzt sie sich ein, ehe man den nächsten Rearm vornehmen konnte.)

Dabei verliert man freilich jedesmal alle Updates und veränderten Einstellungen, man sollte also, ehe man den Snapshot anlegt, das System sorgfältig so konfigurieren, wie man es später immer wieder vorfinden möchte. Eine Möglichkeit, manche Daten und Einstellungen persistent zu halten, ist, mehr als ein einziges HD-Image in die vm einzubinden. 

Wieviele Rearm-Versuche noch übrig sind, verrät der Befehl:
slmgr -dlv 

und an welchem Datum die zeitweilige Aktivierung ausläuft, zeigt:
slmgr -xpr

Kleiner Nachtrag:

Die Festplatte  einer anderen vm war etwas klein gewaehlt und es stellte sich die Frage, wie ich sie vergroessern koennte. Ich bin dieser Anleitung gefolgt, die device names der Platten waren etwas anders aber ansonsten ging's prima.

update 25.05.2013:
den obigen Link bis ans Ende lesen! :
vboxmanage modifyhd
Diskussion dazu  und mehr

Windows 7 Netzwerkverbindungs-Test

Wednesday, May 18. 2011

Slashdot verweist auf ein kleines Forschungsergebnis, das Nathan Hinkle in seinem Blog berichtet: Es geht darum, wie Windows 7 den Status von Netzwerk: Internetzugriff ermittelt. Es ruft zuhause an und man kann es leicht auf einen eigenen Server umbiegen, was Datenspuren vermeidet und evtl. sogar das Wiederfinden gestohlener Hardware ermöglichen kann. Spannend, will es hier kurz festhalten.

Immer, wenn eine WLAN-Verbindung eines Laptops mit win7 eine Authentizifierung vom Browser benötigt, Hotspots in Bahnhöfen oder Hotels zum Beispiel, weiss win7 das irgendwie. Und es erkennt es auch, wenn die Internetverbindung nicht funktioniert, und kann dabei zwischen lokaler Verbindung im LAN und voller Verbindung unterscheiden. Wie macht es das? 

Das Feature heisst NCSI für Network Connection Status Indicator und basiert im Kern auf zwei Abfragen:

1. Eine DNS - Suche und Abruf von http://www.msftncsi.com/ncsi.txt. Das ist eine einfache Textdatei mit dem Inhalt 'Microsoft NCSI'.
2. DNS - Suche nach dns.msftncsi.com. Dann wird geprüft, ob der Name nach  131.107.255.255 aufgelöst wird. Wenn die Adresse nicht zu dieser IP aufgelöst wird, wird angenommen, dass die Internetverbindung nicht korrekt funktioniert. 

So, und das steht natürlich irgendwo in der Registry, nämlich hier:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\NlaSvc\Parameters\Internet

Die meisten Unterschlüssel sind ziemlich sprechend benannt und  da kann man nun seinen eigenen Server, ncsi.txt, IP etc einschreiben. Was zum einen den eigenen Rechner aus dem grossen "Wann läuft unter welcher IP ein Rechner mit windows 7"- Datenpool der Redmonder herausnimmt. Und potentiell eine Hilfe ist, gestohlene Hardware zu verfolgen, vorausgesetzt der so präparierte Rechner wird mit Netzverbindung gestartet, ohne dass als erstes das Betriebssystem neu installiert wurde. 

 

 

 

Ich musste ein win7/64 neu mit einer Reihe von Adobe-Programmen ausrüsten, also die Installations-DVDs auf den tisch, loslegen und staunen. 2 von 4 DVDs, ihr Leben lang in der Plastikhülle und äusserlich absolut makellos, gingen gar nicht mehr, Set-Up sei keine ausführbare Windwosdatei und solche Fehler. Zum Glück gibt es die Sachen ja als Trial zum download, aber Flex 3 ist dann schon schwer zu finden.

Und dann verweigert sich FlashCS5 komplett, WARNING: OS requirements not met for {694213D7-1E0E-4C8F-B822-E2E3680C0FCE}  , die Suche auf die fehlermeldung bringt mich zu diesem Thread in den adobe Forums und von dort lande ich auf dieser Seite, wo mir ernstlich geraten wird, erstmal alle installierten Adobe-Produkte wieder zu desinstallieren und dann nach einem Neustart Flash 5 neu zu installieren. Und da gibt es sogar Leute, die sich für einen solchen rat noch bedanken... - letztlich half auch hier wieder, statt der Original-DVD die Trial zu laden, die hatte offenbar stillschweigend ein kleines Update bekommen und lief nun auch unter x64 durch.

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