KDE 4.8.3

Wednesday, June 20. 2012

Am Morgen begruesste mich KNotify mit dem Hinweis auf 129 ausstehende upgrades und siehe da, KDE 4.8 haelt Einzug.
20 min und einen reboot später sehe ich

  • Lancelot Launcher beklagt einen Fehler
  • die ganzen Einrichtungen der virt. Desktops (Hintergrund-Bilder, Folderview- Fenster etc) sind wieder mal verschwunden
  • Dolphin und Konsole wollen über beide Monitore aufspannen, das width 1280=1281 - Spielchen geht also weiter
  • About KDE sagt 4.8.3, KInfo führt aber immer noch KDE SC 4.7.4 auf
  • Klipper ist aus dem systray verschwunden (lässt sich mit KRuner aber wieder starten)

Einen Versuch, die Desktop-Möblierung zu Fuss mit Edit der ~/.kde/share/config/plasma-desktop-appletsrc zu restaurieren gebe ich genervt auf, das Format dieser Datei ist ein übles Gestrüpp, gibt es dafür keinen grafischen Editor? Wäre fast wert, ihn zu schreiben.

Ansonsten entdecke ich erstmal eigentlich wenig Unterschiede.

Am Folgetag kam noch ein Schwung, dpkg -l|grep kde zeigt mir, dass es ein Mix von 4.7.4, 4.8.3 und 4.8.4, ist, was sich da tummelt, und KDEPIM steht im Wesentlichen noch auf 4.4
KOrganizer und Google (Kalender, tasks) spielen nun gar nicht mehr miteinander, jeder Versuch einer Authentifizierung gibt mir "parsing token page failed" und dann poppt noch KDE wallet service mit "There have been repeated failed attempts to gain access to a wallet. An application may be misbehaving." In der Tat. kdepim kriegt die Axt.

Ach, und die eben restaurierte Möblierung meiner virtuellen desktops war mit dem folgenden Update auch wieder durcheinandergewuerfelt. Das ist schon mehr als irritierend.

 Nun, zwei Wochen später ist alles auf 4.8.4, bis auf kdePim, und die Desktops sind auch noch so wie eingerichtet.

 

DECnet

Wednesday, May 16. 2012

 Wheezy überraschte mich bei einem upgrade heute mit einer das Konsolefenster füllenden Dialogbox mit dem Text:

 │ Sie können Ihr System jetzt oder später als DECnet-Knoten konfigurieren. Falls Sie Ihr System bereits für DECnet eingerichtet haben,    │  
 │ können Sie dies überspringen und die Konfiguration beim aktuellen Stand belassen.                                                       │  
 │                                                                                                                                         │  
 │ Falls Sie sich für die sofortige Konfiguration entscheiden, wird Ihr System eingerichtet. Durch diese Maßnahme müssen die MAC-Adressen  │  
 │ aller Netzwerkkarten geändert werden, dies könnte sofort wirksam werden oder erst nach einem Systemneustart. Bitte schließen Sie alle   │
 │ offenen Verbindungen, wie SSH-Sitzungen und laufende Downloads, bevor Sie fortfahren.
 
Gefolgt von drei Optionen, ja, später, abbrechen. 
 
Was ist DECnet? Brauche ich das, und wozu? Die Aussicht, dem DHCP-Server dann die neuen MAC eintragen zu müssen gefiel mir gar nicht. Also erst mal gegoogelt und siehe da: unter den Ergebnisseiten dominiert ein thread auf die Frage, wie sich das Umkonfigurieren denn wieder rückgängig machen lasse. Wer in besagtem Dialog "ja, konfigurieren" wählt hat anschliessend mit ziemlicher Sicherheit keine funktionierende Netzwerkverbindung mehr. DECnet ist ein uralt-Netzwerkprotokoll noch aus der Zeit vor TCP/IP. Wozu man es jetzt brauchen sollte, weiss keiner zu sagen, es scheint, dass ffmpeg via libroarcompat eine Abhaengigkeit zu decnet hat. Einige Infos dazu finden sich hier und hier  und hier.
sudo update-rc.d decnet remove verhindert den Start des decnet daemon im boot, sudo apt-get remove dnet-common  entfernt decnet aus dem System, ohne die Abhängigkeit zu libdnet zu stören.

 Wheezy spielte mir die Tage ein update für Thunderbird, bzw icedove, und lightning ein und als erstes die gute Nachricht: fast nichts zerbrochen. Icedove öffnet beim Start plötzlich ein Fenster mit einer Liste meiner add-ons und dem Vorschlag, sie doch alle zu disablen oder zu entfernen. Aber als ich dem tapfer widersprach und alle als aktiv anhakte, klappte es soweit. Bei vorigen Experimenten mit einem thunderbird-Update war das Fehlen einer passenden Lightning-Version der Grund gewesen, schleunigst zu Thunderbird 3 zurückzukehren, aber jetzt läuft hier Lightning (Iceowl) 1.2b1 und sieht sogar ein klein wenig besser aus als die Vorversion. Die anderen addons (Attachment Extractor 1.3.5.1, Enigmail 1.4, Folderpane tools 0.6.1, gContactSync 0.3.4, LookPut 1.2.13, Mailbox Alert 0.16.1, Provider für Google Kalender 0.9, Sieve 0.1.14, Timezone definitions 1.2011n)aktualisierten sich klaglos, nur Firetray 0.41 hat Probleme. Es wurde gar kein Tray Icon angezeigt, der Eigenschaften-Dialog hatte nur den Tab "Windows and Icon" und der andere "Mail" fehlte. In der error console tauchten Fehlermeldungen auf zu dem Sinn, dass das addon die laufende Applikation nicht unterstütze. 

Mein erster Ansatz war, mit strace nachzusehen, ob es zu dem fehlenden sys tray Icon etwa auch einen erfolglosen Dateizugriff auf eine image-Datei gäbe, strace -e trace=open -o logfile.log /usr/bin/icedove schrieb mir ein sehr langes Log und darin fand sich der erfolglose Versuch, die Datei ~/.icedove/meinProfile.default/extensions/{extensionID}/chrome/skin/icedove32.png zu öffnen. Ok, das war ja schon ein deutlicher Hinweis, ich erstellte mir die vermisste Datei als Kopie der thunderbird32.png (und ersetzte gleich noch auch blank-icon.png durch das thunderbird-Bild) und dann fand mir Google diesen Bug: Icedove support is missing in version 0.4* komplett mit einem diff, um modules/FiretrayHandler.jsm so zu erweitern, dass die Debian-Namen der Anwendung auch erkannt werden. 

 

KDE 4.7 Entdeckungen

Monday, March 19. 2012

wheezy hat mir gestern ein riesiges update eingespielt und KDE ist von 4.6.5 auf 4.7.4 aktualisiert worden. Ein paar Beobachtungen und Entdeckungen:

Klipper hat hat im Menü einen Eintrag "Show Barcode", der mir nie vorher aufgefallen war. Klickt man drauf, bekommt man ein kleines Fenster mit dem titel "Mobile Barcode" und zwei versch Barcode-Anzeigen, die linke davon QR-Code. Was das?
Damit kann man mit drei Handgriffen kurze Texte vom Rechner auf das Smartphone befördern:

  • Textstelle auf dem Rechner selektieren oder sonstwie in die Zwischenablage befördern
  • Klick auf die Schere, Show Barcode
  • Codes im Fenster auf dem Android mit zB. Goggles knipsen

Goggles zeigt den Text direkt an, Standardoptionen sind Übersetzen und Kopieren und dazu erscheint gleich noch eine Liste mit Google-Suchergebnissen dazu. Ziemlich cool.

Durch Ausprobieren komme ich auf eine maximale Textlänge von 1656 Zeichen, wird die überschritten, bleibt das Barcode-Fenster dann leer. Ulkig, wie nun ausgerechnet dies Limit zu Stande kommt? 0678h

Activities bzw der Activities-Manager drängelt sich mit rot-blau-grünem Pünktchen-Logo links unten auf die Taskbar, noch vor den Application Launcher aka Start-Button. Das hat etwas pädagogisch-aufdringliches und geht sowas von gar nicht, zum Glück lässt es sich fix entfernen. Activities sind bei mir ein Luxus-Überzug der virtuellen Desktops, die Einstellung hiess "Different widgets for each desktop". Als solcher liefern sie mir, was mir an den Dektops immer gefehlt hat, nämlich je Desktop eigene Ablage für Programm-Links und Dokumente (statt die in einem Desktop abgelegten Sachen dann auch in allen anderen angezeigt zu bekommen.)

Strigi hatte ich unter KDE 4.4 deaktiviert, da er endlos und immer von neuem wieder zu indizieren schien und sehr viel Platz beanspruchte. Gestern habe ich ihn probehalber wieder reaktiviert, er indizierte Stunden und ich fand ihn am nächsten Morgen suspended vor. Jetzt indiziert er wieder, frisst 588 MB für 70k Dateien, mal abwarten... Tage später, 2 gib für 220k Dateien und er ist immer noch nicht durch, habe ich ihn erstmal wieder suspended. Wirklich fix ist er nicht gerade.
In dem Zusammenhang, wenn virtuoso-t so ca. 97% der cpu verbraet: virtuoso gone crazy

KWin - The KDE Crash Handler. Ich habe also testweise mal den Blur-Effekt aktiviert und auf dem Advanced-Reiter der SystemSettings/Workspace Appearance/Desktop Effects den Haken bei Enable direct rendering herausgenommen. Apply, Pling, KWin crasht. Mit Enable direct rendering scheint Blur aber zu funktionieren.

Mauszeiger - beim Neustart sehe ich, dass das eingestellte Cursor Theme jetzt auch im Login-Fenster benutzt ist. Fein.

KDE Daemon - der meldet sich jetzt mit Kwallet-Anfragen nach jedem Login, offenbar, weil etwas in KDE versucht, zwei LUKS / dm-crypt - verschlüsselte Festplatten zu mounten. Was ganz unerwünscht und unnötig ist, denn die beiden Platten sind da schon eingebunden und KDEs Hardwaretester solid weiss das auch:
solid-hardware list details (was eine lange und ausführliche Liste der erkannten Hardware ausgibt) führt die beiden Platten als 

StorageVolume.usage = 'Encrypted'  (0x5)  (enum)
StorageVolume.fsType = 'crypto_LUKS'  (string)
und kennt auch ihren mount point. Da forsche ich noch...
 
Diese Config-datei könnte relevant sein: 
/.kde/share/config/kded_device_automounterrc
 
Da war ich schon dicht dran, letztlich gebracht hat es, in System Settings/Hardware/Removable Devices den Haken vor "Mount all removable media at login" wegzunehmen. Warum auch eine interne Platte da als removable behandelt wird, leuchtet mir nicht ein, aber ich bin erstmal zufrieden, die Klickerei los zu sein.
 
KDE debug - Meldungen steuert /usr/bin/kdebugdialog
output geht nach ~/.xsession-errors
 
akonadiserver - in der .xsession-errors fanden sich viele Hinweise, dass akonadiserver nicht gestartet werden konnte. Das Programm akonadictl [start|stop|status|restart] gab entsprechende Fehlermeldungen. Letztlich half:
mv ~/.local/share/akonadi ~/.local/share/akonadi_weg
und mit dem nächsten Start von KDE initialisierte sich der akonadiserver korrekt und startet auch. Mehr zu akonadi gibt es hier und hier.

Vmware nervt nur noch

Wednesday, March 14. 2012

 Ich habe Vmware seit der ersten veröffentlichten Workstation (Windows) Version, die gab es damals zu einem recht günstigen Preis, auf Windows und Linux-Hosts benutzt, erst als Workstation, dann Server, schliesslich auf dem Linux desktop als Player. Aber jetzt habe ich die letzten appliances konvertiert und vmware deinstalliert. Da war die schmerzliche Funktionseinschränkung, als mit dem Schritt vom Player 3 auf 4 virtuelle Maschinen auf einmal nicht mehr suspendet werden konnten. Und mit mit neueren Kernels wurde es immer hakeliger, die Kernelmodule für vmware kompiliert zu bekommen.

Mit Squeeze 's default kernel ging es noch, dann ging es nur noch mit Player 4 und seit dem Umstieg auf wheezy hakt es nun auch da, vmnet liess sich nicht mehr erstellen.
Es gibt da eine Community, die laufend Patches fuer die Sourcen der Kernel-Module pflegt und so auszugleichen versucht, was der fehlende Support an Lücken reisst, aber es ist mir an der Stelle nicht mehr der Mühe wert. Wenn ich wirklich noch einmal an eine der alten vmdk's heran will, bin ich im Endeffekt vermutlich schneller fertig, auf einer Reserve-Partition noch mal ein Lenny zu installieren und den Player 3 darin zu starten - ansosnten hat VirtualBox klar gewonnen.

Das nutze ich in der Oracle-Version, deren repository steht auf deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian wheezy contrib und spielt rege updates ein. Performance ok, Interface (mit der einen Ausnahme der "Festplatten"-Verwaltung)  klar und einfach zu handhaben, umfangreiches und gut dokumentiertes comand line interface, Anzeige-Optionen nahtlos und full-screen, Klonen und Sicherungspunkte einfach und übersichtlich,liest und konvertiert Fremdformate...

- da war der eine Haken, ich hatte unter vmware seit langem eine .vmdk, in der ein uralt-OSX lief. Viel zu lahm und veraltet, um damit irgendetwas produktives oder hippes anzustellen, aber immer noch gut genug, um Fragen der Art "Wie sieht die Webseite / der Text / die Mail auf einem Mac aus?" zu beantworten. 

Nun, gerade diese .vmdk liess sich unter vbox nicht erfolgreich einbinden, so dass vmware da noch eine Alleinstellung hatte. Aber jetzt bin ich, nach einigem Suchen und Fehlversuchen, auf ein Rezept gestossen, wie man unter vbox einen virtuellen Appel hinbekommt. Durchaus mit Einschränkungen, Audio ist indiskutabel und vbox's Anzeige-Optionen sind auch eingeschränkt. Aber immerhin, geht.

Und auch hier gibt es wieder eine community.

 
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