Vmware nervt nur noch

Wednesday, March 14. 2012

 Ich habe Vmware seit der ersten veröffentlichten Workstation (Windows) Version, die gab es damals zu einem recht günstigen Preis, auf Windows und Linux-Hosts benutzt, erst als Workstation, dann Server, schliesslich auf dem Linux desktop als Player. Aber jetzt habe ich die letzten appliances konvertiert und vmware deinstalliert. Da war die schmerzliche Funktionseinschränkung, als mit dem Schritt vom Player 3 auf 4 virtuelle Maschinen auf einmal nicht mehr suspendet werden konnten. Und mit mit neueren Kernels wurde es immer hakeliger, die Kernelmodule für vmware kompiliert zu bekommen.

Mit Squeeze 's default kernel ging es noch, dann ging es nur noch mit Player 4 und seit dem Umstieg auf wheezy hakt es nun auch da, vmnet liess sich nicht mehr erstellen.
Es gibt da eine Community, die laufend Patches fuer die Sourcen der Kernel-Module pflegt und so auszugleichen versucht, was der fehlende Support an Lücken reisst, aber es ist mir an der Stelle nicht mehr der Mühe wert. Wenn ich wirklich noch einmal an eine der alten vmdk's heran will, bin ich im Endeffekt vermutlich schneller fertig, auf einer Reserve-Partition noch mal ein Lenny zu installieren und den Player 3 darin zu starten - ansosnten hat VirtualBox klar gewonnen.

Das nutze ich in der Oracle-Version, deren repository steht auf deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian wheezy contrib und spielt rege updates ein. Performance ok, Interface (mit der einen Ausnahme der "Festplatten"-Verwaltung)  klar und einfach zu handhaben, umfangreiches und gut dokumentiertes comand line interface, Anzeige-Optionen nahtlos und full-screen, Klonen und Sicherungspunkte einfach und übersichtlich,liest und konvertiert Fremdformate...

- da war der eine Haken, ich hatte unter vmware seit langem eine .vmdk, in der ein uralt-OSX lief. Viel zu lahm und veraltet, um damit irgendetwas produktives oder hippes anzustellen, aber immer noch gut genug, um Fragen der Art "Wie sieht die Webseite / der Text / die Mail auf einem Mac aus?" zu beantworten. 

Nun, gerade diese .vmdk liess sich unter vbox nicht erfolgreich einbinden, so dass vmware da noch eine Alleinstellung hatte. Aber jetzt bin ich, nach einigem Suchen und Fehlversuchen, auf ein Rezept gestossen, wie man unter vbox einen virtuellen Appel hinbekommt. Durchaus mit Einschränkungen, Audio ist indiskutabel und vbox's Anzeige-Optionen sind auch eingeschränkt. Aber immerhin, geht.

Und auch hier gibt es wieder eine community.

 

Squeeze mit aktuellerem Kernel

Monday, October 24. 2011

Anstoss der Unrast sind die heftigen Performance-Einbrüche meines Rechners während der regelmässigen incrementiellen Backups auf eine externe USB-Festplatte. Die ist wirklich nicht besonders schnell, hdparm -t ermittelt 30 MB in  3.09 seconds =   9.72 MB/sec. Mein HTC Desire ist da mit bis zu 14 MB/sec merklich schneller.

Das das Backup relativ langsam geschrieben wird ist aber an sich gar kein Problem. Wirklich nervend ist, dass die CPU sich dabei mit 80, 90% wait states eindeckt und kaum noch etwas anderes erledigen mag als, auf die lahme Platte zu warten. Auf der Suche nach möglichen Auswegen stiess ich auf Hinweise, dass Linux ab 2.6.37 mit solchen Situationen besser umgehen könne. Squeeze hat 2.6.32. Einen Versuch wär's wert.

Woher einen aktuelleren Kernel nehmen? Backports (hilfreich bei der Auswahl von Paketen), und eine schon brauchbare Anleitung für die konkreten Schritte fand sich auch bald, brauchte aber dann doch noch ein paar Änderungen und Ergänzungen.

- es schadet nicht, ein aktuelles Backup von /boot und /etc zu haben...
- nano /etc/apt/sources.list
- dort unten diesen Eintrag anfügen: 
  deb http://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports main contrib non-free
- apt-get update
- und jetzt installieren:
   apt-get install -t squeeze-backports linux-image-2.6-amd64

Der install macht auch ein update der Grub-Konfiguration und fügt für den neuen Kernel oben auf der Liste zwei Einträge ein. Wenn nicht alles so geht, wie man gehofft hat, kann man im Grub-Menü nach unten wandern und den bisherigen Kernel booten, das ist die dritte Zeile im Menü.
Klappte soweit ganz gut, ein paar Sachen waren aber zu erledigen. So kam beim Install ein Hinweis auf fehlende (non-free) Firmware, die für diesen Rechner mit
apt-get install -t squeeze-backports firmware-realtek
kam. Weiter monierte der install schon:

dkms: running auto installation service for kernel 2.6.39-bpo.2-amd64:
      vboxhost (4.1.4)...failed.
      nvidia (195.36.31)...failed.

dkms: WARNING: linux headers are missing, which may explain the above failures.
      please install the linux-headers-2.6.39-bpo.2-amd64 package to fix this.

Wirklich landete ich nach dem ersten boot des neuen Kernels auf der Konsole, mangels Grafiktreiber. Google fand mir diese Anleitung, NVidia-Treiber auf dem backported Kernel zu nutzen. In der bash_history hat dieser Schritt solche Spur hinterlassen (das shell script nvidia_heilen.sh entspricht dem auf obiger seite gelistetem)

apt-get install -t squeeze-backports dkms nvidia-kernel-dkms
dpkg-reconfigure nvidia-kernel-dkms
grep -ie error /var/lib/dkms/nvidia/195.36.31/build/make.log
cd /usr/local/src
mkdir backportkernel
cd backportkernel/
nano nvidia_heilen.sh
chmod 755 nvidia_heilen.sh
./nvidia_heilen.sh
apt-get install -y nvidia-glx
apt-get install -y nvidia-glx-ia32
apt-get install -y nvidia-xconfig nvidia-settings
reboot

Nun lande ich wieder auf dem grafischen Desktop und nicht nur der nvidia-Treiber sondern auch der ebenfalls monierte vboxhost sind geheilt. Bleibt vmware. Hier die hilfreiche Webseite (leider ist sie jetzt, beim schreiben dieser Zeilen, nicht verfügbar). Infos und Beschreibung treffen, aber bei mir klappte es auch mit dem Patch nicht. Letztlich half der Link zu den gepatchten Sourcen. Der Vmware-Player (3) baute sich seine Module, die liefen aber erst nach einem reboot.

Fein, damit war das Update gelungen - hat es auch was gebracht? Sieht recht gut aus, top zeigt die wa während der rsync-Läufe zwischen 25 und 30%. Und gefühlt ist das Problem damit bereinigt.

Update:
Für die Aktion etwas zu spät stieß ich auf  smxi/sgfxi/svmi, eine Familie von Scripten, die sich ganz dem Kernel-Update und der Kompilierung von Grafik Modulen und Modulen für vmbox und vmware widmen und die Sache um einiges leichter machen...

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