OpenAstro.org auf Precise Pangolin

Thursday, September 6. 2012

 Ein länger schon abgelegter Laptop sollte mit Linux als Surf-Rechner eingerichtet werden, mit der Musiksammlung und als dritte Anforderung ein Astrologie-Programm.

Es wurde Mint Maya mit Cinnamon Desktop, unter der Haube steckt da ein Ubuntu 12.04 Precise Penguin. Die Musiksammlung fügte sich mühelos zu banshee und meine anfängliche Sorge, dass es mit dem vorwiegend benutzten Audioformat .wma Ärger geben könnte war ganz unbegründet, Banshee weiss es locker zu nehmen.

Surfen - zu FireFox noch Chrome und Opera installiert, fertig. Aber nun das Astrologie-Programm...
Synaptics fand gleich gar nichts passendes, eine Google-Suche fand mir einen Artikel zum Thema und wiederum verwies mich auf www.openastro.org
Es handelt sich um Python-Programm, wohl unter Ubuntu entwickelt und es gibt sowohl ein Ubuntu repository als auch Pakete zum Download für Ubuntu Maverick, Natty und Oneiric, die Version ist 1.1.25 vom 28.9.2011. Für Precise ist nichts vorbereitet, man muss selbst Hand anlegen.

Es gibt eine Anleitung zur Installation auf Generic Linux, aber sie funktioniert nicht ganz. Deshalb hier die Schritte, die hier zum Erfolg führten:

mkdir /tmp/openastro
cd  /tmp/openastro
apt-get install python-gtk2 python-dateutil python-rsvg python-cairo imagemagick python-dev
wget https://launchpad.net/~pellesimon/+archive/+files/openastro.org_1.1.25.orig.tar.gz
tar -xzf openastro.org_1.1.25.orig.tar.gz
sudo ./setup.py install

Als Ergebnis liegt nun in /usr/local/bin/openastro.py das eigentlich Programm, dessen Ressourcen stehen unter /usr/local/share/openastro.org
Soweit, so gut, nur dass das Programm selbst seine Ressourcen stattdessen unter /usr/share/openastro.org/ vermutet, also einen Fehler wirft statt zu starten. Man kann nun entweder einen symlink von /usr/local/share/openastro.org nach /usr/share/openastro.org legen oder, wie ich es gemacht habe, dem Programm bei der Pfadkonstruktion etwas nachhelfen.

Dazu öffnet man /usr/local/bin/openastro.py und kommentiert Zeile 52 aus und fügt danach diese Zeile ein:
DATADIR=os.path.join(sys.prefix,'local','share','openastro.org')

Dann geht's.

 

denyhosts sync error

Sunday, January 29. 2012

 Nach einem dist-upgrade von lenny zu squeeze auf meinem root server stelle ich fest, dass denyhosts nicht mehr richtig funktioniert. 
Im denyhosts.log findet sich die Zeile:

sync        : ERROR    long int exceeds XML-RPC limits

und dem folgt eine Traceback. Es ist für debian ein bekannter bug und anscheinend auch gefixt und archiviert.
"Found in version denyhosts/2.6-6. Fixed in version denyhosts/2.6-10." Na super! Squeeze kommt mit 2.6.7 und da ist es nicht gefixt. 
Stattdessen fand ich in den ubuntu-Foren einen hilfreichen Beitrag mit einer filigranen Änderung an der auch im Trackback benannten /usr/share/denyhosts/DenyHosts/sync.py :

Die hat, bei mir auf Zeile 55/56, 
fp = open(os.path.join(self.__work_dir, SYNC_TIMESTAMP), "a")     und das ändern wir (als root) in:
fp = open(os.path.join(self.__work_dir, SYNC_TIMESTAMP), "w")

Dann noch das misshandelte Timestamp resetten:

date +%s > /var/lib/denyhosts/sync-timestamp

und fertig! 

 

Ubuntu low graphics mode error

Thursday, April 28. 2011

Dabei, eine verwahrloste Ubuntu karmic koala installation wieder zu reanimieren, im default boot bekomme ich eine graphische Messagebox mit dem Text:
'Ubuntu is running in low-graphics mode. The following error was encountered. You may need to update your configuration to solve this.

(EE) open /dev/fb0: No such file or directory'

Im weiteren gibt es eine Reihe Optionen, die vielversprechend klingen und alle ins Nichts führen. Boote ich dagegen in den SingleUser und dort in eine root shell und gebe dann
telinit 2
startx
ein, dann geht alles fein.

Zuvor lief die Kiste headless mit einem minimalistischen xfce4, der nie wirklich benutzt wurde, jetzt hatte ich gnome-core installiert.

Die Lösung: gdm fehlte. Den nachinstalliert und das Ding bootet graphisch.
(wie ich Ubuntu aber in einen altmodischen Textmode-Boot mit anschliessender Konsole zwinge, bleibt mir weierhin ein Rätsel.)

IPv6-Tunnel mit he.net unter ubuntu

Tuesday, May 18. 2010

Es gibt verschiedene Tunnelbroker für IPv6overIPv4, Sixxs.net und he.net (tunnelbroker.net)  sind die bekanntesten. Für adsl mit wechselnden IPv4-adressen, wie hier üblich, hält sixxs.net den praktischen daemon aiccu bereit, der, einmal mit den Eckdaten wie Tunnel-ID, Passwort, Server-IP versorgt, den Aufbau des Tunnels und die Aktualisierung der Endadrese bei Wechsel der dynamischen IP ganz wunderbar erledigt, so dass man da keinen Aufwand der Konfiguration hat.

Nun habe ich leider mit sixxs immer wieder Netzwerkprobleme erlebt, ein Ping > 300ms bremst schon sehr spürbar, wenn alle Browser etc vorzugsweise IPv6 benutzen. Ich habe deshalb zu tunnelbroker.net umgestellt, aber die Frage der Konfiguration kommt damit neu auf.

Auf der Detail-seite zu einem mit tunnelbroker.net eingerichteten Tunnel bekommt man zwar (für versch. betriebssysteme) eine beispielkonfiguration angezeigt, die ich (linux-route2) so wie sie kam in die Kommandozeile pasten konnte und schon lief der Tunnel. aber nach der nächsten Zwangstrennung geht dann wieder nichts mehr.Und jedesmal per Hand ist keine Option.

Bei mir ist ein alter p3-Rechner der Router und so kann ich /etc/ppp/ip-up und /ip-down verwenden, Scripte, die in diesen Ordnern liegen, werden bei Herstellung bzw. Trennung der Verbindung automatisch aufgerufen, mit nützlichen Parametern wie etwa Localip und Remoteip. Programme wie fetchmail, postfix etc legen hier bei der Inwstallation Eintraege an und in beiden Ordnern habe ich ein kleines shell-script für meine eigenen Zwecke, hier als Beispiel /etc/ppp/ip-down.d/ip-down-local

#!/bin/sh

# this script is called from ip-down
# to hold actions I want to happen whenever the IP-Connection is stopped     

BASENAME=`basename $0`

INTERFACE=$1
DEVICE=$2  
SPEED=$3
LOCALIP=$4
REMOTEIP=$5

case "$INTERFACE" in

ppp0*)
        # he-ipv6 anlegen
        /usr/local/bin/heIpv6-del.sh
        ;;

*)
    # dont know...
    ;;
esac | logger -t $BASENAME

Entsprechend gibt es auch ein /etc/ppp/ip-up.d/ip-up-local, hier sind die relevanten Zeilen

# tunnelbroker updaten
    /usr/local/bin/tunnelbroker_update.sh $4               

    # he-ipv6 anlegen
    /usr/local/bin/heIpv6-add.sh $4

Und die drei hier aufgerufenen Scripte in /usr/local/bin lauten

heIpv6-del.sh:
ip -6 route flush dev he-ipv6
ip link set he-ipv6 down
ip tunnel del he-ipv6

heIpv6-add.sh
ip tunnel add he-ipv6 mode sit remote 216.66.80.30 local $1 ttl 255
ip link set he-ipv6 up
ip addr add 2001:470:1f0a:12ef::2/64 dev he-ipv6
ip route add ::/0 dev he-ipv6

tunnelbroker_update.sh
#!/bin/sh
curl -k "https://ipv4.tunnelbroker.net/ipv4_end.php?ipv4b=$1&pass=0000000000000000000000000000000&user_id=aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa&tunnel_id=11111";


(bei dem Aufruf von curl, - 1 Zeile! - muss man die Parameter mit den eigenen daten setzen, hinter pass gehoert der md5-Hash des Passwortes (echo -n 'yourpassword' | md5sum), user_id ist nicht der Username sondern die userID von der tunnelbroker-Seite - auch ein MD5-Hash, tunnel_id ist die global tunnel ID - eine 5stellige Zahl.)


Ubuntu überbelichtet

Monday, May 17. 2010

Das Upgrade von Ubuntu 8.04 LTS auf 10.04 LTS, dass ja 'eigentlich' problemlos funktionieren sollte, liess mich mit einem ziemlich zerschossenen Rechner zurück, so dass ich eine Neuinstallation machen musste. Was mir danach wieder ins Auge stach: Ubuntu sieht, auf meienen Eizo L768 jedenfalls, immer völlig überbelichtet aus, die Farbabstufungen im helleren Bereich fallen alle in cremeweiss zusammen und Programmfenster sehen generell besser aus, wenn man den Fensterrand zum Größenändern greift und das ganze fenster dann abgedunkelt wird. Am Monitor liegt es sicher nicht, denn der stellt im Wechsel auch Windows und OSX - Desktops dar, und da stimmen die Farben.

Längere Suche brachte mich bislang zu keiner wirklich befriedigenden Lösung, eine gewisse Besserung erzielt das cli - tool xgamma, mit xgamma -gamma 0.7 werden die feingrauen Linien wenigstens angedeutet. Hellblaue Flaechen haben aber immer noch keine Chance und dunkle Flächen wie der LilaBackground saufen einfach ab.

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