ownCloud - halb und halb

Monday, January 28. 2013

Das folgende ist schon etwas alt, es gibt einen neuen Artikel mit meinen jüngeren Erlebnissen mit OC 5.+ 

In einem anderen Artikel habe ich ownCloud schon mal kurz erwähnt als eine mögliche Alternative zu Cloud-Angeboten wie GoogleDrive, Dropbox oder Insync. Es gibt ja ganz verschiedene Nutzungs-szenarien für Cloud-Speicherplatz, mein Schwerpunkt liegt nun nicht auf externem Backup-Space oder Sharing sondern auf einem Zugriffsfenster für im Lan vorgehaltene Dateien, das mir orts- und deviceübergreifend zur Verfügung steht. 

Und besonders geht es mir da um die An- und Einbindung meines Androidphones. 

  • schnell mal ein Bild hin- oder herschieben, USB anstöpseln und warten, bis endlich die sd-Karte gemounted ist - und dann für laufende Apps auf dem phone leider nicht mehr zugägnlich ist - dauert mir einfach zu lange.
  • irgendwo unterwegs will ich ein bestimmtes Lied aus meiner Musiksammlung, das ich gerade nicht auf der Sdkarte habe
  • meine mindmaps brauche ich immer und überall und zwar konsistent, also nicht das letzte Edit leider nur auf dem anderen Rechner...

So, das umreisst den Bereich, den mir ownCloud auf einem Rechner im Lan locker erfüllt. Einen dynamischen DNS-Dienst braucht es, der die je aktuelle IP meines DSL an eine Domain bindet, einen von aussen erreichbaren Rechner mit Apache, php, optional mysql und dem aktuellen ownCloud installiert und dann ist es noch sehr sinnvoll, sich für diese Domain eines der kostenlosen Serverzertifikate von startssl zu besorgen. Man kann die php - Dateien des ownCloud direkt in die Document root eines vhost entpacken, für die aktuelle Version 4.51 gibt es aber auch ein debian-repository und auf Sicht ist das doch die viel unaufwendigere Lösung, sobald es updates einzuspielen gilt. (Es gibt packages für CentOS, debian, fedora, openSuSe, RHEL, SLE und Ubuntu.)

Für debian Squeeze importiert man den repository key mit 
wget http://download.opensuse.org/repositories/isv:ownCloud:community/Debian_6.0/Release.key
apt-key add - < Release.key 

bindet das repository ein mit echo 'deb http://download.opensuse.org/repositories/isv:ownCloud:community/Debian_6.0/ /' >> /etc/apt/sources.list.d/owncloud.list
und anschliessend reicht ein

apt-get update
apt-get install owncloud

Fein, jetzt findet man in /var/www/owncloud das ganze php und in /etc/apache2/conf.d/ die Datei owncloud.conf, die man sich evtl. noch etwas zurechtbiegen will. 
Bei mir sorgt ein  

<IfModule mod_alias.c>
   Alias /cloud /var/www/owncloud/
</IfModule>
dafür, dass ich owncloud in jedem vhost als /cloud erreiche.
 
https://meineDomain.tld/cloud im browser ansteuern, die Installation mit ein paar Einstellungen (Datenbank, Verzeichnispfade und Zugriffsoptionen) auf den Weg schicken, Admin und user account anlegen, fertig. 
Auf dem Android gefällt mir als Client der TotalCommander mit WebDav-Plugin sehr gut aber es gibt natürlich zahllose Alternativen.
 
Soweit so gut, die Kategorie Dateien (mit den zwei Filteransichten Musik und Bilder) gefällt. Was mir nicht gefällt sind Kalender und Kontakte. Ich würde eben gerne meinen Androiden von Google und den Google-Account Features ablösen, aber dazu brauche ich für Kontakte und Kalender entsprechende Funktionalität und saubere Importfunktionen, die die derzeit auf Google eingestellten Daten ohne Verluste übernehmen können.
 
Meine Kontakte sind auf https://www.google.com/contacts/#contacts gepflegt, das Gros hat Portraitbilder, die Kontakte sind in Gruppen (bzw getagged), vielfach gibt es Notizen. Ich will jetzt nicht die Kontakte als vcard transferieren und anschliessend alle Portraits händisch neu zuordnen müssen und auf die Tags und einfache Gruppierung völlig verzichten mag ich noch weniger.
 
Bei den Kalendern habe ich noch nicht so detailliert herumprobiert aber soviel ist klar: das Modul CloneGoogleCalendar fehlt auch hier.

Mennoh! Das ist ein Millionenmarkt von Leuten, die nur mit Bauchschmerzen ihre ganzen Kontakte und Kalenderdaten bei google in den USA vorhalten - warum wagt das keiner, die Google-Dienste hierzu nachzubauen und uns Datensparsarmkeit zu ermöglichen? 

Ein Blog mit weiteren Artikeln zu dem Themenkreis sei hier noch empfohlen: netbunker

Noch ein paar pointer auf bezügliche Apps, die man sich auch gut aus f-droid installieren kann:

OwnCloud client - (a few bucks, open source, free if you build it yourself) sync files with OwnCloud.
CardDav-sync - (a few bucks, open source, free if you build it yourself) sync contacts with OwnCloud into your contact managers.
CalDav-sync - (a few bucks, open source, free if you build it yourself) sync calendars in OwnCloud into your calender apps.
Just Player - (freeware, open source) sync music with OwnCloud and play it.

update Ende Februar 2013:
Nun will ich es nach etwas Abstand mal zum Transfer einer kleinen Datei nutzen und - mobile client wie Browser geben alle Anzeichen eines Server Errror. Im error_log findet sich
PHP Fatal error:  xcache_clear_cache(): xcache.admin.user and/or xcache.admin.pass settings is not configured. Make sure you've modified the correct php ini file for your php used in webserver. in /var/www/owncloud/lib/cache/xcache.php on line 50

Na super. Tante Google weiß Rat, scheints habe ich mit dem letzten update && upgrade auf eine Version von owncloud (4.5.7-1) upgedated, die eine Version von xcache erwartet, die unter Debian Squeeze eben nicht gegeben ist. Die empfohlene Abhilfe, die auch hier ownCloud wieder ans Laufen bringt: 

/etc/php5/apache2/conf.d/xcache.ini mit einem Editor meines Vertrauens editieren und dort diese Zeile ergänzen: xcache.admin.enable_auth = Off

Half. OwnCloud ist wieder am Start. Aber im Log stehen nun vieleviele Kopien von: PHP Warning:  xcache_isset(): xcache.var_size is either 0 or too small to enable var data caching in /var/www/owncloud/lib/cache/xcache.php on line 39 Letztlich Log-Spam, eine Applikation sollte wirklich mitbekommen, dass sie eine Warnung schon einige hundert Mal gegeben hat und irgendwann die Frequenz reduzieren, statt bei Benutzung nun rund 4 bis 5 Mal / sec den immergleichen Text ins Log zu schiessen.

 

update 14.3.2013:
nice! heise berichtet von der eben erschienenen Version 5.0 von ownCloud und deutet auf laestig klingende upgrade-Methoden. Aber ich hab' es doch im repository... hier reicht ein apt-get update && ap-get upgrade und dann erscheint, nach Aufruf der Wolke, ein kurzer Hinweis auf das Upgrade, pling, pling,plong, pling, erfolgreich, weitergeleitet - fertig.
Erstmal login als Administrator, es sind eine Reihe neue Applications dazugekommen und ich aktiviere tasks - Antivir hat zwar die Anmerkung "recommended", schmeisst mir aber gleich eine Fehlermeldung. 
Auf den ersten Blick kommt mir die neue Oberfläche etwas dunkler vor, platzsparender und bedienbarer.
Raus und zweites Login als user, ich bekomme erst einmal minutenlang einen Verlaufsbalken mit dem Titel: "Dateisystem-Cache wird aktualisiert ..." Und dann: "Alles leer - lade etwas hoch!" :-(  - da ist schon mal was verlorengegangen. Hoffentlich nur der Link...

Kurz mal durch die anderen Optionen:
Kontakte kennt auf einmal Gruppen! Schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
Aufgaben kennt keine hierarchischen Beziehungen zwischen tasks, also kein "Kapitel 1" .. "Kapitel n" als subTasks zu "Buch". Eine Task hat Title, Kategorie, Ort, Fälligkeit, Fertigstellung scheint Boolean zu sein. Nach Priorität kann man sortieren, aber wo man die setzt, sehe ich erst mal nicht.

Ein Blick in's forum.owncloud.org/ bestätigt, dass andere die Probleme (Dateien, Task/Priority) auch haben. 
Es findet sich auch ein Hinweis auf ein Google import app

Vmware nervt nur noch

Wednesday, March 14. 2012

 Ich habe Vmware seit der ersten veröffentlichten Workstation (Windows) Version, die gab es damals zu einem recht günstigen Preis, auf Windows und Linux-Hosts benutzt, erst als Workstation, dann Server, schliesslich auf dem Linux desktop als Player. Aber jetzt habe ich die letzten appliances konvertiert und vmware deinstalliert. Da war die schmerzliche Funktionseinschränkung, als mit dem Schritt vom Player 3 auf 4 virtuelle Maschinen auf einmal nicht mehr suspendet werden konnten. Und mit mit neueren Kernels wurde es immer hakeliger, die Kernelmodule für vmware kompiliert zu bekommen.

Mit Squeeze 's default kernel ging es noch, dann ging es nur noch mit Player 4 und seit dem Umstieg auf wheezy hakt es nun auch da, vmnet liess sich nicht mehr erstellen.
Es gibt da eine Community, die laufend Patches fuer die Sourcen der Kernel-Module pflegt und so auszugleichen versucht, was der fehlende Support an Lücken reisst, aber es ist mir an der Stelle nicht mehr der Mühe wert. Wenn ich wirklich noch einmal an eine der alten vmdk's heran will, bin ich im Endeffekt vermutlich schneller fertig, auf einer Reserve-Partition noch mal ein Lenny zu installieren und den Player 3 darin zu starten - ansosnten hat VirtualBox klar gewonnen.

Das nutze ich in der Oracle-Version, deren repository steht auf deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian wheezy contrib und spielt rege updates ein. Performance ok, Interface (mit der einen Ausnahme der "Festplatten"-Verwaltung)  klar und einfach zu handhaben, umfangreiches und gut dokumentiertes comand line interface, Anzeige-Optionen nahtlos und full-screen, Klonen und Sicherungspunkte einfach und übersichtlich,liest und konvertiert Fremdformate...

- da war der eine Haken, ich hatte unter vmware seit langem eine .vmdk, in der ein uralt-OSX lief. Viel zu lahm und veraltet, um damit irgendetwas produktives oder hippes anzustellen, aber immer noch gut genug, um Fragen der Art "Wie sieht die Webseite / der Text / die Mail auf einem Mac aus?" zu beantworten. 

Nun, gerade diese .vmdk liess sich unter vbox nicht erfolgreich einbinden, so dass vmware da noch eine Alleinstellung hatte. Aber jetzt bin ich, nach einigem Suchen und Fehlversuchen, auf ein Rezept gestossen, wie man unter vbox einen virtuellen Appel hinbekommt. Durchaus mit Einschränkungen, Audio ist indiskutabel und vbox's Anzeige-Optionen sind auch eingeschränkt. Aber immerhin, geht.

Und auch hier gibt es wieder eine community.

 

 Ich hatte mich im vergangenen Dezember, die auslaufende Subventionierung der Lesegeräte vor Augen, dazu hinreissen lassen, mir ein card reader zu kaufen. Paarundzwanzig Euronen und eine recht nutzlose Ausgabe, namentlich mit Linux. In einer vm mit windows xp gingen immerhin Treiber und Programme soweit, wie im Handbuch beschrieben, was dennoch ein gewisses Gefühl der Leere hinterliess, so ein nagendes "und?" - als ob der Clou der ganzen Sachen noch irgendwo verteckt sein müsste, ein Reiter, der erst mit einer "erweitert"-Option sichtbar wird. Aber nada, nichts weiter, einfach nutzlos.

Und unter Linux hatte ich nie mehr gesehen als die Anerkenntnis des Geräts mit lsusb:
Bus 002 Device 003: ID 0c4b:0500 Reiner SCT Kartensysteme GmbH

pcscd war installiert eine Vielzahl Faqs und Anleitungen und forenposts durchgesehen und nicht ein einziges Mal hatte ich eine der LED des geraetes auch nur kurz Blinken gesehen.

Im Zusammenhang mit gpg und bei dem Versuch, die Kartenverwaltung des Gnu Privacy Assistant zum Leben zu erwecken, bin ich nun immerhin einen kleinen Schritt weiter gekommen: pcscd funzt (zumindest irgendwie) und cyberjack findet endlich den card reader.

Der entscheidende Hinweis fand sich im debianforum, nämlich, dass laut ReinerSCT-Support der pcscd erst ab version 1.7.2 halbwegs geht. In Squeeze ist aber 1.5.4-4. Backports: Fehlanzeige.

Was jetzt folgte, fühlte sich schon etwas frickelig an, ging dann aber besser als erwartet:
- Heraussuchen der Pakete pcscd, libpcsclite1 und libacsccid1 für debian wheezy
- Download von libpcsclite1_1.8.2-1_amd64.deb pcscd_1.8.2-1_amd64.deb und libacsccid1_1.0.2-3_amd64.deb
- Installation der drei Pakete mit
   dpkg -i libpcsclite1_1.8.2-1_amd64.deb pcscd_1.8.2-1_amd64.deb  und 
   dpkg -i libacsccid1_1.0.2-3_amd64.deb

Ja, noch ein Neustart des pcscd und dann winkt tatsächlich die blaue LED, wenn man den perso auf den Leser legt. cyberjack quittiert alle Test mit OK und protokolliert in cyberjack-report.log

Distribution: Debian 6.0.4 
System: Linux, 2.6.32-5-amd64, #1 SMP Mon Jan 16 16:22:28 UTC 2012, x86_64
Benutzer ist Administrator (root), hat daher alle noetigen Rechte.
PC/SC Dienst gefunden.
PC/SC Interface
Leser REINER SCT cyberJack RFID standard (6338852160) 00 00 (vendorid="0c4b", productid="0500")
Ergebnis des Lesertests:
  PID        : 0500
  HW-Mask    : 00037b01 ( ICC1 keypad display Firmwareupdate Sicherheitsmodule)
  Version    : 12
  HW-Version : ffffffff
  Flashsize  : 262144
  Heapsize   : 768
  Serialnum  : 6338852130
  Vendor     : REINER SCT
  Product    : cyberJack RFID standard
  P-Date     : 27.07.2011 11:35
  T-Date     : 10.10.2011 07:15
  C-Date     : 29.12.2011 01:16
  COM-Type   : USB
  HW-String  : RFS_USB
 
Und auch pcsc_scan (aus den pcsc-tools) findet nicht nur den card reader, sondern vermeldet auch eingelegte (bzw entfernte) Karten und Persos.
gpg --card-status sieht den card reader und kann unterscheiden, ob eine Karte eingeschoben ist oder nicht, erkennt die Karte dann aber doch nicht. Das kliegt aber vermutlich einfach daran, dass es keine openGpg-Karte ist, die bekommt man hier oder hier und hier ist eine Doku.
Weiter gingen die Erfolge nicht, in der Kartenverwaltung des gpa hat sich nichts geändert. Und der card reader ist weiterhin so nutzlos wie der Chip im nBPA.
 
Irgendwie ist die Lage ja schon sehr bezeichnend: Der neue Ausweis ist ja nun kein ganz kleines Projekt gewesen, man denke an all' die Propaganda Informationskampagnen, den Aufwand für Hardware in den Meldebehörden, die Kosten der Subvention für Lesegeräte, und und und. Und es gibt einfach keinen Nutzen für das Ding, softwareseitig desolat.
Debian stable ist ja nun nicht wirklich ein Nischen-OS, ReinerSCT hierzulande so ziemlich der Marktführer und bei allemGetöse um Sicherheit muss man sich die Treiber mit kruden Hacks auf vage Hinweise in Forendiskussionen hin zurechtpfriemeln. Dieser neue Perso und alles was damit zusammenhängt ist sowas von einem Bauchklatscher - im Bestfall kann man es als Konjunkturspritze für einige Hardwarelieferanten interpretieren. Auf Kosten aller Bürger, wohlgemerkt.

denyhosts sync error

Sunday, January 29. 2012

 Nach einem dist-upgrade von lenny zu squeeze auf meinem root server stelle ich fest, dass denyhosts nicht mehr richtig funktioniert. 
Im denyhosts.log findet sich die Zeile:

sync        : ERROR    long int exceeds XML-RPC limits

und dem folgt eine Traceback. Es ist für debian ein bekannter bug und anscheinend auch gefixt und archiviert.
"Found in version denyhosts/2.6-6. Fixed in version denyhosts/2.6-10." Na super! Squeeze kommt mit 2.6.7 und da ist es nicht gefixt. 
Stattdessen fand ich in den ubuntu-Foren einen hilfreichen Beitrag mit einer filigranen Änderung an der auch im Trackback benannten /usr/share/denyhosts/DenyHosts/sync.py :

Die hat, bei mir auf Zeile 55/56, 
fp = open(os.path.join(self.__work_dir, SYNC_TIMESTAMP), "a")     und das ändern wir (als root) in:
fp = open(os.path.join(self.__work_dir, SYNC_TIMESTAMP), "w")

Dann noch das misshandelte Timestamp resetten:

date +%s > /var/lib/denyhosts/sync-timestamp

und fertig! 

 

Aktuelle Mozillas auf Debian Squeeze

Thursday, November 10. 2011

Klar, es ist ein Marketing-Tick; Google hat bei Chrome damit angefangen, jedes Versönchen mit einem glatten Versionssprung auszuzeichnen und nun machen es die anderen Broswerbauer eben nach. Aber es irritiert doch, immer noch mit Iceweasel 3.x unterwegs zu sein, wenn schon Version 8 herausgekommen ist.

Nun stiess ich darauf, dass es ein Debian Mozilla Team gibt, das Iceweasel und Icedove / Thunderbird in aktuellen Versionen als Backport bereitstellt. Die Seite ist an sich selbsterklärend, debian-Version einstellen, Programm und Version auswaehlen, und die dynamisch angepassten Zeilen kopieren und in  /etc/apt/sources.list einpasten. Key importieren und dann mit einem ebenfalls dynamisch angepassten cmd installieren.

Mit Iceweasel klappt das auch anstandslos und nun zeigt mir About eine 8.0. fein!

Aber dann stach mich der Hafer und ich wollte es auch mit dem Icedove / Thunderbird probieren. Stable (Squeeze), Icedove, release ausgewählt, eingetragen, apt-get update und den install gestartet. Zuerst sah's auch gut aus, eine neue Version wurde installiert, laut about 5.0, kaute beim ersten Start lange auf den zugehörigen add-ons herum und knipste mir dann alle Kalender-bezogenen add-ons, Iceowl (Lightning) wie auch den Provider for google Calendar und die Timezone definitions aus.

Und alle Versuche, für iceowl-extension einen backport oder ein installierbares .xpi zu finden, misslangen. Google fand mir nur den Stoss-Seufzer eines Leidensgefährten "please backport iceowl-extension, calendar-google-provider & l10n packages" Yo, ohne den Kalender geht es fuer mich einfach gar nicht - wieso ist der eigentlich nicht längst in Thunderbird integriert statt bei jedem Upgrade immer eine Zitterpartie zu provozieren?

Rollback der Aktion war zum Glueck einfach und schmerzlos:
die Zeile fuer icedove backport aus der sources.list wieder auskommentieren,
apt-get update
apt-get remove icedove
apt-get install icedove iceowl-extension

und alles war wieder beim alten. Einen Vorzug hatte die ganze Aktion aber doch, ich entdeckte das add-on FireTray, das im systray die Anzahl eingetroffener Mails anzeigt. Auch hier hat man es mit Versionitis zu tun, deshalb hier gleich der Hinweis auf die Versionsgeschichte. Nach einigen Versuchen hatte ich dann mit Version 0.3.2 eine Fassung, die sich nicht nur installieren liess sondern dann auch noch wie erwartet funktionierte.

FireTray ist recht gut konfigurierbar, insbesondere erlaubt es, für das tray-Icon zwei verschieden Icons einzutragen, eines wird gezeigt, wenn keine ungelesenen Mails angezeigt werden und das andere, wenn es ungelesene Mails gibt, deren Anzahl wird in auswaehlbarer Farbe darauf gezeichnet. Als default steht hier ein grauer Kasten, der nicht sehr attraktiv war und den ich gleich mit einer anderen Grafik austauschen wollte. Nichts passenderes zur Hand versuchte ich es it einem recht grossen Bild, das Firetray klaglos akzeptierte und sofort, auf IconGröße skalierte, verwandte. Aber nun war die numerische Ausgabe der ungelesenen Mails nicht mehr da. den Pfad zum eigenen Image löschen, und die Anzeige war wieder da. Etwas googeln auf "firetray custom mail notification icon" fand mir auch einen Issue-report, der meiner Situation zu entsprechen schien. Um nicht nur einfach "me too" an den thread dranzuschreiben habe ich ein wenig mit der Funktion gespielt, mein erster Verdacht war ja, dass das custom Icon über die Anzeige gezeichnet würde, deshalb nahm ich ein fast-transparentes Quadrat als Icon. und da stand die Anzahl dann, nur ziemlich kein. Firetray macht ja einen guten Job beim Skalieren eines beliebig grossen Images auf die passende größe, offenbar wird aber die anzahl vor dem Skalieren gezeichnet und wird so uU winzig klein. Wenn man das erst einmal erkannt hat, ist es aber eher ein feature denn ein bug, denn so kann man die Textgröße stufenlos festlegen. Ich habe bei Grafiken zwischen 80x80 und 40x40 auf meinem bildschirm angemessene Größen gefunden. 

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