Notizen zu Arch Linux

Friday, October 5. 2012

 Das wird wohl nicht nur mir so gegangen sein: die ersten pointer auf Arch Linux liefert Google, immer wieder finden sich in den Ergebnissen zu Suchen auf >Programm und Problem< recht weit oben brauchbare Texte aus wiki.archlinux.org. Früher oder später, bei mir eher später, realisiert man, dass das eine Linux-Distribution ist, die womöglich etwas Interessantes hat. Rolling Release.

Eine Test-Installation in einer vm gefällt mir (nachdem ich das karge Ödland der Installation tapfer durchquert habe, eine Mutprobe und Fegefeuer, um sicher zu stellen, dass nur Kommandozeilen-feste Leut' mit Zweitrechner (um die nächsten Installationsschritte im Wiki nachzulesen) dazustossen. So installiere ich Arch bald schon auf einer freien Partition, eigentlich nur zum Test aber bald schon wird es zum default.

Unter debian bin ich das Gefühl nie los geworden, dass der KDE nur missmutig mitgeschleppt wird, und was KDE-PIM angeht kommen meine Beschreibungen um das Attribut mutwillig kaum herum. Bei AUR ist das nicht so und meine ganzen "Lieblingsbaustellen" funktionieren plötzlich.

Ausserdem mag ich es einfach, ringsum die aktuellen Versionen zu haben und nicht auf das übernächste release hoffen zu müssen...

Es gibt auch Nachteile, oder zumindest Mühseligeres. Debian hat einfach ein riesiges Meer an Paketen und wenn mal doch etwas von dritter Seite dazukommen muss, kann man ziemlich darauf setzen, dass ein .deb im Angebot ist. Arch-Pakete hat natürlich keiner und so hat es länger als einen Monat gedauert, bis ich meinen Brother Laser endlich installiert bekommen habe.

Und die Paketwelt ist bei Arch zweigeteilt, es gibt die offiziellen packages, die man mit pacman -S installiert und mit pacman -Syu aktuell hält. Und dann gibt es die Arch User Repositories, AUR, mit einer Sammlung von build files, mittels derer man sich die entsprechenden Programme selbst als source lädt, kompiliert und dann letztlich installiert. Der vorletzte Link hat eine ausführliche Anleitung, die Kurzfassung ist:

  • die AUR-Seite finden, Kommentare lesen, ggf auch mal nach Alternativen schaun
  • benannte Abhängigkeiten erfüllen
  • tarball mit buildfiles an gesonderten Platz herunterladen (zB: /usr/local/src/AUR mit Schreibrechten für den user, dort wget paketurl)
  • tarball auspacken, hineinwechseln und dort als user makepkg -s
  • dann, wenn der build geklappt hat, als root mit pacman -U paketName.tar.xz installieren

Das sind dann foreign packages und pacman listet alle solchen mit pacman -Qm

 Etwas Vereinheitlichung zwischen den beiden Paketsorten und deren Handling schafft yaourt,  "Yet AnOther User Repository Tool". yaourt ist eine Erweiterung für pacman, welche die Benutzung des AURs direkt aus dem Paketmanager heraus erlaubt. Ich habe die im Wiki beschriebene Installation aus dem französischen Repository gewählt, also /etc/pacman ergänzen um:

[archlinuxfr]
Server = http://repo.archlinux.fr/$arch
und dann 
pacman -Syu yaourt
 

 

(Page 1 of 1, totaling 1 entries)