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AIR runtime auf Ubuntu 64 und windows 7 64
Friday, April 23. 2010
"Die Adobe® AIR™-Laufzeitumgebung ermöglicht den Einsatz bewährter Web-Technologien für die Entwicklung plattformübergreifender Rich-Internet-Anwendungen für den Desktop."
Ok, ein kleines "Hallo welt" angelegt und als .air exportiert, rüber zum Linux desktop (Ubuntu 8.04 64 Bit LTS) und die .air angeklickt: wird als .zip-Archiv erkannt und geöffnet. Ein INSTALL ist nicht zu sehen, also wohl erstmal zu Adobe und die runtime herunterladen.
http://get.adobe.com/de/air/ erkennt mein OS und schlägt gleich AdobeAIRInstaller.bin vor, der download geht fix und dann eine shell im Download-Verzeichnis geoeffnet,
chmod 755 AdobeAIRInstaller.bin
./AdobeAIRInstaller.bin
und schon habe ich eine wunderschöne Fehlermeldung
Error loading the runtime (libnss3.so: wrong ELF class: ELFCLASS64)
Fein, Google findet mir Leidensgefährten und so bin ich bald auf Adobes Knowledgebase mit einer Installationsanleitung, die mich die fuer die runtime benötigten 32Bit-Libs manuell installieren lässt, inclusive eines getLib - Tools und zweier Fehler.
So wird man in Schritt 10 aufgefordert, Symlinks fuer die einkopierten libs zu legen:
$ sudo ln -s /usr/lib32/libnss3.so.1d /usr/lib32/libnss3.so $ sudo ln -s /usr/lib32/libssl3.so.1d /usr/lib32/libssl3.so $ sudo ln -s /usr/lib32/libnspr4.so.0d /usr/lib32/libnspr4.sofehlt aber eine:
$ sudo ln -s /usr/lib32/libsmime3.so.1d /usr/lib32/libsmime3.so
sonst bekommt man eine vertraute Fehlermeldung. Und wer (wie ich) die Anleitung mit copy/paste abarbeitet, stolpert auch noch über den typo im Programmnamen.
Nach der kleinen Hürde startet der Installer nun endlich und tut auch, was man von ihm erwartet, im Menü findet man dann unter /Applications/Accessories zwei Einträge füer den Adobe Air Application Installer und Uninstaller.
Aber jetzt nicht zu früh freuen und darauf klicken - dann passiert nämlich gar nichts. Stattdessen den Pfad zu dem neuen Programm finden und in der shell aufrufen
/usr/bin/Adobe\ AIR\ Application\ Installer
um die aktuelle Fehlermeldung zu sehen:
Error loading the runtime (libadobecertstore.so: cannot open shared object file: No such file or directory)
Dagegen hilft:
cp /usr/lib/libadobecertstore.so /usr/lib32
und dann, dann geht es tatsächlich. Eindrucksvoll, und kaum aufwendiger als die Installation eines CD-Rom-Laufwerks unter Dos 4.
Unter Windows 7 (Prof. 64) wollte sich die HalloWelt.air nicht installieren lassen, der Installer startete, liess sich die Erlaubnis zur Installation erteilen und kam alsbald mit der Mitteilung:
"Leider ist ein Fehler aufgetreten.
Die Anwendung konnte nicht installiert werden, da die AIR-Datei
beschädigt ist. Bitten Sie den Anwendungsautor um eine neue AIR-Datei."
Leidensgefährten, aber keine Lösung, auf die rechte Spur brachte mich schliesslich Adobes Troubleshoot Adobe Air Installation Issues mit dem Tip, das .air auf den desktop zu kopieren und von da zu installieren. Offenbar kann der Application Installer mit Netzwerklaufwerken nicht umgehen.
Noch ein Nachtrag, bei der Installation des FlashPlayer unter Linux-64 hilft diese Anleitung
sshfs
Tuesday, March 16. 2010
Datenaustausch mit dem Server, das ist vom Windows-Desktop her in der Regel ein Job für WinSCP , vom Linux CLI tar und scp. Wenn man sich einmal die kleine Mühe gemacht hat, sshd für authorized_keys einzurichten, ist das alltagstauglich komfortabel.
rsync hat seine Stärken beim Backup. Aber zuweilen wäre es am praktischsten, ein entferntes Verzeichnis lokal zu mounten und das geht mit sshfs. sshfs ist ein FUSE-Modul, mit dem man entfernte Rechner über SSH in das eigene Dateisystem einbinden kann. Der Vorteil gegenüber einer ssh-Shell ist, dass man damit die Dateien und Verzeichnisse auf dem entfernten Rechner sehr komfortabel editieren, kopieren oder verschieben kann – genau wie die Dateien und Verzeichnisse auf den lokalen Festplatten. Auf dem Server braucht es dazu ein sftp-Programm, das aber in der Regel schon vorhanden ist.
Lokal muss FUSE eingerichtet sein, sshfs installiert, der Benutzer muss der Gruppe fuse zugeteilt sein und ein mount point muss bereitstehen.
sudo apt-get install sshfs sudo mkdir /media/Verzeichnisname sudo chown Benutzername /media/Verzeichnisname sudo adduser Benutzername fuse
Will man sich vergewissern, dass die ssh-Verbindung klappt, ruft man zum Test erst mal eine shell
ssh server.tld exit
und dann ist man auch schon startklar,
sshfs server.tld:/pfad /media/Verzeichnisname
bindet das entfernte Verzeichnis ein. Um es später wieder zu lösen, gibt man
fusermount -u /media/Verzeichnisname
Es gibt noch zahlreiche Optionen, darunter -p Portnummer und -o idmap=user, um den lokalen Benutzer auf eine UID auf dem server abzubilden. Und weil ssh problemlos mit IPv6 zurecht kommt, kann sshfs dies natürlich auch.
Viele IPs fuer ein Interface
Thursday, February 11. 2010
Auf dem Wege zur Umstellung auf IPV6 tat sich die Frage auf, wie ich die Menge der IPs anbinde. Der Server hat von tunnelbroker.net einen statischen 6in4-Tunnel und dazu je ein /48-Subnet und ein /64er, zur besseren Redundanz auch von Sixxs noch einen Tunnel mit /48. Das macht zusammen eine obszöne Anzahl von Adressen, da kann ich mir eine eigene IP je vhost leisten ![]()
Für die ersten Versuche habe ich die IPv6-Adressen in der /etc/network/interfaces analog der IPv4-Adressen eingetragen, etwa so:
# Zusatz-IP 1
auto eth0:1
iface eth0:1 inet static
address 192.0.2.n
broadcast 192.0.2.m
netmask 255.255.255.248
iface eth0:1 inet6 static
address 2001:db8:12c4::1
netmask 64
Für ein paar Beispiele kommt man damit zurecht, aber schon mit einem knappen Dutzend wird es lästig.
So geht es besser:
up /sbin/ifconfig eth0 inet6 add 2001:db8:12c4::1/64
up /sbin/ifconfig eth0 inet6 add 2001:db8:12c4::2/64
up /sbin/ifconfig eth0 inet6 add 2001:db8:12c4::3/64
up /sbin/ifconfig eth0 inet6 add 2001:db8:12c4::4/64
up /sbin/ifconfig eth0 inet6 add 2001:db8:12c4::5/64
