Google findet ein Installations-ISO für Windwos 2008 R2 als Trial bei MS, auch eine Sharepoint2010-Installation als Trial. Zum Download muss man sich mit einer MS-ID registrieren, an die da zugehörige email-Adresse gehen dann auch mails mit Produktkeys. Die braucht man.

Neue VM anlegen, üppige HD zuteilen, üppig Ram (4GB, immer noch knapp), mit dem ISO als CD-Image starten. Erstinstallation geht erstaunlich schnell, erstes Update bei bei 81% ewig hängen bis ich merke, dass hinter dem "Initial Steps"-Fenster eine Dialogbox "IE9 installieren" versteckt sitzt. Nein. Restliche Updates, reboot, restliche Updates, reboot.
Statische IP zuteilen, Installations-Ratgeber und Hinweise ergoogeln.
Nach der Anleitung Server roles und Features installieren. Reboot. 
Sharepointserver.exe in die vm kopieren (aus SMB mag sie nicht starten), Prerequisites Installieren, (will gleich erst mal einen Reboot). Den Product Key aus der Download-Mail eingeben (man hat vier zur Auswahl, habe mal den ersten genommen).

Sharepoint-Install will wissen, ob ich standalone oder eine Farm anlegen will. Standalone reicht mir erst einmal.
Nach der Installation startet ein Configuration Wizard, fragt, ob er ggf Dienste restarten darf (ja). Zeit für eine Tasse Kaffee.

Und dann startet tatsächlich Sharepoint server. Grottenlahm, wie zu erwarten war. Mit einem SP auf Port 80 und der Sharepoint Central Administration auf Port 6531.


 

Windows entschlacken

Saturday, May 25. 2013

 Windows verfettet mit der Zeit, eine VM, die ursprünglich in 20 GB gut Platz hatte, schmeisst nun aus 30 GB Warnungen während eines Windows Update - Durchlaufs. Ich entsinne mich eines Artikels in der c't (17/2012, p74-79) und mache mich ans Putzen.

Datenträger-Bereinigung

datent in suchbox unter Start eingeben, oben den Link zum Programm anklicken. Man bekommt einen Verlaufsbalken, während die Festplatte auf Löschbares gescannt wird und dann ein Dialogfenster, in dem man anhaken kann, was weg soll und gleich sieht, was es bringen wird.

Temporäre Dateien löschen:

Nicht recht begreiflich, warum dies nicht schon von der Bereinigung vorgenommen wird, es gibt (mindestens) zwei Ordner mit temporären Dateien :

C:\windows\Temp
C:\Users\UserName\AppData\Local\Temp
 
letzteren gibt es je aktiven Nutzer des System einmal. Alles markieren und weg. Manches will sich nicht löschen lassen, das ist dann vermutlich noch in Gebrauch. Überspringen.
 
Brockensammlung
Als nächstes schauen wir uns mal die fetten Brocken auf der Platte an, Windows Explorer auf die Platte öffnen, sicherstellen, dass versteckte und Systemdateien angezeigt und auch die Extensions eingeblendet werden, dann "größe:>50m" in die Suchbox (ohne die Quotes). Es dauert eine Weile, bis die Anzeige sich gefüllt hat.
 
hiberfil.sys 
Bei mir mit Abstand die größte Datei: c:\hiberfil.sys, Speicherabbild für Schlafmodi, irgendwann bei tests mal angelegt und auf einer vm nun wirklich nicht nötig. 
cmd als administrator starten, dort:
cd c:\
dir /a
del hiberfil.sys
 
Ansonsten zeigt mir die Brockensicht auf die Platte leider nur eine lange Nase: .msp und .mzz sind Caches, die sich Installer angelegt haben, und auch brauchen. chrome.7z wird nach dem naechsten Update von Google Chrome auch wieder neu erstellt werden, das gilt auch für die schwerste Datei unter C:\windows\SoftwareDistribution: die DataStore.edb.
 
Verteilter Weichkram
Unter SoftwareDistribution legt sich WindowsUpdate manches an und was es davon wirklich braucht, wird es sich nach einen Ausräumen des verzeichnisses wieder neu anlegen. Insgesamt eine der Aktionen mit nachhaltigerer Wirkung. 
Um da aber wirksam Löschen zu können, müssen zwei Dienste gestoppt und anschliessend restarted werden.
In das Suchfeld im startmenue tippen wir "dienst", öffnen Dienste, suchen und Sstoppen da Windows Update und Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst. Löschen alles unter dem Verzeichnis und starten die Dienste wieder. Anschliessend kann man gleich WinUpdate einmal durchlaufen lassen und vergleichen, was es sich wieder angelegt hat...
 
Resultat 
Alles in allem ein ernüchterndes Ergebnis:
Zwar war als erstes Resultat auf der anfangs vollgelaufenen Platte wieder eine mittlere einstellige GB-Menge frei. Aber nach Abschluss des Windows Update, dessen Abbruch mit Fehlermeldung Anstoss gegeben hatte zu der ganzen Putzerei, war vom eben freigeschaufelten Platz ein Drittel schon wieder weg. Auf Dauer hilft nur, mehr Festplattenplatz einzuräumen.
 
Ende gut 
Die gute Nachricht?  - mit vbox ist das mittlerweile ein Klacks!
Die meiste Zeit verschlang die Anfertigung der (glücklicherweise dann nicht benötigten) backups.
Ansonsten sind die Schritte:
- Aktuellen Stand der VM klonen (so dass die ganzen vorigen Sicherungspunkte zusammengefasst werden in eine einzige .vdi)
- vboxmanage mit dem Pfad zu dieser .vdi aufrufen:
  vboxmanage modifyhd /Pfad/zur/vdi --resize 81920
  der letzte Parameter gibt die neue Gesamtgrösse der dynamischen .vdi in MB an, in meinem Beispiel also 80 GB
- dann die geklonte vm booten und dort mit Bordmitteln (Datenträgerverwaltung bzw parted) oder dedizierter LiveCD die bestehende Partition auf die neue Größe erweitern.
Vgl. herzu die Links am Ende dieses vorigen Artikels
 

 

Tinnef a la Microsoft: winmail.dat

Friday, December 2. 2011

 Man bekommt diese Attachments von Leuten, die ihre Mail mit outlook versenden, oben zwei Zeilen Text, dass alles wichtige in dem attachten 'Word.doc steht und dann kein lesbares attachment sondern eine Datei winmail.dat, mit der ausser dem Sender selbst niemand etwas anfangen kann.

Das Format ist ein Microsoft-Standard (Oxymoron?)  mit dem treffend gewaehlten Namen tnef. So, zu meiner Freude kam ich jetzt mal darauf, dass debian eine Antwort darauf in den repositories hat:

apt-get install tnef
tnef -f winmail.dat -C Zielverzeichnis --unix-paths --verbose

klärt das Problem erstmal... 
Alternativ kann man auch einen Webdienst dazu bemuehen, etwa bei tud.at, und sich die Dateien da auspacken lassen.
Dann gibt es für Thunderbird/Icedove das Addon LookOut, welches die Inhalte der winmail.dat wie zusätzliche attachments auflistet.

Den lieben Absender, der Outlook benutzt, sollte man bitten, seine Emails künftig nur noch im reinen Text Format zu versenden. Wie das geht, kann man bei Microsoft nachlesen.

Windows 7 in vm ohne Aktivierung

Thursday, May 19. 2011

Die c't hat in Heft 2011/11 S.121 einen Tip, wie man eine windows 7 - Installation in einer virtuellen Maschine "aktivierungssicher" hinbekommt. Der sei hier kurz notiert:

win7 läuft ja 30 Tage ohne Aktivierung. Diese Karenzzeit kann man auch noch drei mal verlängern. Dazu öffnet man ein cmd-Fenster mit Admin-Rechten und gibt dort
slmgr -rearm 
ein. Dann nuddelt die Kiste etwas, bis sich ein Fenster öffnet mit dem Hinweis, der Befehl sei erfolgreich abgeschlossen und man müsse nun den Rechner neu starten. Aber genau das tut man jetzt nicht!
Tatsächlich ist nämlich nur die Umsetzung des Befehls als Task im Zuge des nächsten Boot eingetragen worden. Anschliessend wird das System 30 Tage wie aktiviert laufen.

Und jetzt macht man keinen Neustart, sondern fährt die vm stattdessen einfach runter. Anschliessend legt man einen Snapshot an (oder kopiert den aktuellen Stand der vm). Wenn man später auf diesen snapshot zurückgeht und bootet, wird mit dem boot die Zeitverlängerung ausgeführt und nach dem Bo0t hat man ein windows, dass für die nächsten 30 Tage frisch bleibt. 

Wenn die Zeit abgelaufen ist, geht man auf den Snapshot zurück und die Uhr läuft von vorn. Im Prinzip kann man das beliebig oft wiederholen, ohne dabei die drei Rearms aufzubrauchen.  Für eine vm, die nur mit Abständen, als Testsystem, angeworfen wird, ist das ein ausgesprochen praktisches Setup. (Gerade bei solchen Testsystemen verstreicht die zeitweise Aktivierung oft ungenutzt, während das System ruht, und wenn man sie dann zum Leben erweckt und das Datum lange abgelaufen ist, schwärzt sie sich ein, ehe man den nächsten Rearm vornehmen konnte.)

Dabei verliert man freilich jedesmal alle Updates und veränderten Einstellungen, man sollte also, ehe man den Snapshot anlegt, das System sorgfältig so konfigurieren, wie man es später immer wieder vorfinden möchte. Eine Möglichkeit, manche Daten und Einstellungen persistent zu halten, ist, mehr als ein einziges HD-Image in die vm einzubinden. 

Wieviele Rearm-Versuche noch übrig sind, verrät der Befehl:
slmgr -dlv 

und an welchem Datum die zeitweilige Aktivierung ausläuft, zeigt:
slmgr -xpr

Kleiner Nachtrag:

Die Festplatte  einer anderen vm war etwas klein gewaehlt und es stellte sich die Frage, wie ich sie vergroessern koennte. Ich bin dieser Anleitung gefolgt, die device names der Platten waren etwas anders aber ansonsten ging's prima.

update 25.05.2013:
den obigen Link bis ans Ende lesen! :
vboxmanage modifyhd
Diskussion dazu  und mehr

Windows 7 Netzwerkverbindungs-Test

Wednesday, May 18. 2011

Slashdot verweist auf ein kleines Forschungsergebnis, das Nathan Hinkle in seinem Blog berichtet: Es geht darum, wie Windows 7 den Status von Netzwerk: Internetzugriff ermittelt. Es ruft zuhause an und man kann es leicht auf einen eigenen Server umbiegen, was Datenspuren vermeidet und evtl. sogar das Wiederfinden gestohlener Hardware ermöglichen kann. Spannend, will es hier kurz festhalten.

Immer, wenn eine WLAN-Verbindung eines Laptops mit win7 eine Authentizifierung vom Browser benötigt, Hotspots in Bahnhöfen oder Hotels zum Beispiel, weiss win7 das irgendwie. Und es erkennt es auch, wenn die Internetverbindung nicht funktioniert, und kann dabei zwischen lokaler Verbindung im LAN und voller Verbindung unterscheiden. Wie macht es das? 

Das Feature heisst NCSI für Network Connection Status Indicator und basiert im Kern auf zwei Abfragen:

1. Eine DNS - Suche und Abruf von http://www.msftncsi.com/ncsi.txt. Das ist eine einfache Textdatei mit dem Inhalt 'Microsoft NCSI'.
2. DNS - Suche nach dns.msftncsi.com. Dann wird geprüft, ob der Name nach  131.107.255.255 aufgelöst wird. Wenn die Adresse nicht zu dieser IP aufgelöst wird, wird angenommen, dass die Internetverbindung nicht korrekt funktioniert. 

So, und das steht natürlich irgendwo in der Registry, nämlich hier:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\NlaSvc\Parameters\Internet

Die meisten Unterschlüssel sind ziemlich sprechend benannt und  da kann man nun seinen eigenen Server, ncsi.txt, IP etc einschreiben. Was zum einen den eigenen Rechner aus dem grossen "Wann läuft unter welcher IP ein Rechner mit windows 7"- Datenpool der Redmonder herausnimmt. Und potentiell eine Hilfe ist, gestohlene Hardware zu verfolgen, vorausgesetzt der so präparierte Rechner wird mit Netzverbindung gestartet, ohne dass als erstes das Betriebssystem neu installiert wurde. 

 

 

 

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