Arch Linux und VirtualBox

Monday, September 24. 2012

 Mal eine Nase in Arch Linux gesteckt und eine vm (unter Virtual Box 4.1.22) damit angelegt. Der erste Schritt der Installation klingt vertraut, man lädt und startet ein Live-Image. Nur, wenn man sich jetzt so was wie Mint vorgestellt hat, grafische Oberfläche und ein freundlicher Button "Installiere mich" - wird man sich etwas die Augen reiben. das Live Image startet (sehr flink!) in eine Konsole und der Rest geht zu Fuß nach den Steps des Beginners Guide. Bei der Suche nach Installationspaketen hilft www.archlinux.org/packages/

Die vm, die per default erstmal mit der "Intel Pro/1000 MT Desktop" Nic und NAT als Netzwerkeinstellung eingerichtet war, hatte ich wie üblich ein den Modus Netwerkbrücke / Bridged Networking" umgestellt, damit die vm von anderen rechnern im Lan erreichbar ist und IPv6 gleich geht. So, und nun bekam ich super lahmen Netwerktransfer. 5-10 KiB/sec, in Spitzen auch mal 15 KiB/s - ging gar nicht. Selbst im laufenden Betrieb zuück nach NAT wechseln, dem GastOS 2 min Zeit zum umstellen geben und der Trnfer sprang auf das 100- bis 300fache.

Googlen auf "arch linux virtualbox slow" ergab nicht viel, verstreute Ratschläge, den hostname in /etc/hosts einzutragen. Meine Massnahmen waren:
- hostname als fqdn setzen
- hostname in /etc/hosts eintragen
- in VBox als Netzwerk-Hardware auf virtio-net wechseln
Die ersten beiden sind ja ohnehin Teil der Installation und änderten auch nichts an dem Problem, der Wechsel auf das virtio - Netzwerk machte dagegen den grossen Unterschied aus. Ich habe später die verschiedenen Netzwerk-Karten der Reihe nach ausprobiert und alle drei Intel-Varianten lieferten die gleiche, schneckenlahme Performance.

copy/paste der Zwischenablage zwischen Host und Guest funktioniert noch nicht, ansonsten unauffällig.


update 3.11.2012:
insgesamt hat mir arch linux bei dem test so gut gefallen, dass ich wenig spaeter auch auf dem host, meinem normalen Arbeitsrechner, auf  Arch umbestiegen bin und damit derzeit recht zufrieden bin. 

Laptop und LiveCD

Saturday, July 14. 2012

 Es galt, einen alten Laptop wiederzubeleben, ein Acer Travelmate 4062. Er hatte keine Festplatte mehr und, wie ich später feststellte, die Fähigkeit verloren, den Akku aufzuladen.

Linux Mint Maya Mate 32 auf eine CD gebrannt und es ist zäh wie Käse, aber im Prinzip wird alles unterstützt: die Funktionstasten für Helligkeit und Lautstärke zb. Deckel zu und er geht in den Schlummermodus. Anfangs sah es so aus, als müsste für das Centrino-WLAN noch ein Treiber her, aber dann stand sogar im syslog, dass der "killswitch" umgestellt werden muesste, kurzer Blick, Druck auf eine etwas versteckte Taste und das Wlan funzt auch. Da kann man nicht meckern, sondern getrost den Sticker 'Designed for Microft Windows' abpulen.

Ob der wohl auch vom Stick tut... - das BIOS macht mir wenig Hoffnung, USB device ist keine auswählbare Option. Trotzdem ein Versuch mit unetbootin und sieh an: bootet klaglos vom Stick. Immer noch eine Grössenordnung langsamer Zugriffszeit als eine Platte hätte, aber vgl. mit der CD schon merklich besser. Und das in der Praxis wichtigste: auf dem stick hat auch noch eine datei casper-rw mit einem persistenten Dateisystem Platz.

Um mir dies aber nicht mit dem ersten apt-get update && apt-get upgrade zur Hälfte mit updates vollzuschreiben, wäre es ja schick, das Life-System zu aktualisieren. Ich finde auch eine brauchbare Anleitung dazu. 

 

 
# Arbeitsumgebung:
mkdir /home/dp/kaspern
mkdir /home/dp/kaspern/uniso
mkdir /mnt/iso

# ggf. persistente Daten einer vorigen Verion zugänglich machen:
mkdir /mnt/casper-rw
mount /home/dp/kaspern/casper-rw /mnt/casper-rw -o loop

# das Original
mount /home/dp/kaspern/linuxmint-13-mate-dvd-32bit.iso /mnt/iso -o loop

# der Edit-Bereich
rsync --exclude=/casper/filesystem.squashfs -a /mnt/iso/ /home/dp/kaspern/uniso 
unsquashfs /mnt/iso/casper/filesystem.squashfs 
mv squashfs-root edit

# chrooten
mount --bind /dev/ edit/dev
chroot edit

mount -t proc none /proc
mount -t sysfs none /sys
mount -t devpts none /dev/pts

# hier jetzt konkret Aktualisieren, etwa:
apt-get update && apt-get upgrade && apt-get dist-upgrade

apt-get install joe mc nmap traceroute smbfs winbind lynx wireshark ssh openssh-blacklist openssh-blacklist-extra keepassx acpi ntp

# die Erkennung von samba shares hakte etwas, 
# ich bekam “Failed to retrieve share list from server” ()
# deswegen
joe /etc/samba/smb.conf  # und dort setzen:  name resolve order = bcast host lmhosts wins
joe /etc/nsswitch.conf   # und dort setzen:  hosts: files mdns4_minimal [NOTFOUND=return] wins dns mdns4

# keyboard
dpkg-reconfigure keyboard-configuration
# setupcon --force
update-locale LANG=de_DE.utf8 LANGUAGE= LC_ALL=

# sshd root login disablen
joe /etc/ssh/sshd_config  # und dort setzen:  PermitRootLogin no
 
# WLAN - Verbindungseinstellungen hier einsetzen:
joe /etc/NetworkManager/system-connections/Wireless\ connection\ 1

# Google-chrome mit wget herunterladen und mit dpkg -i installieren
 
# putzen:
apt-get clean
rm -rf /tmp/*

# schliesslich wieder raus aus dem chroot-jail
umount /proc || umount -lf /proc
umount /sys
umount /dev/pts
exit
sudo umount edit/dev


sudo chmod +w uniso/casper/filesystem.manifest
sudo chroot edit dpkg-query -W --showformat='${Package} ${Version}\n' > uniso/casper/filesystem.manifest
sudo cp uniso/casper/filesystem.manifest uniso/casper/filesystem.manifest-desktop
sudo sed -i '/ubiquity/d' uniso/casper/filesystem.manifest-desktop
sudo sed -i '/casper/d' uniso/casper/filesystem.manifest-desktop

sudo rm uniso/casper/filesystem.squashfs
sudo mksquashfs edit uniso/casper/filesystem.squashfs


printf $(sudo du -sx --block-size=1 edit | cut -f1) > uniso/casper/filesystem.size


cd uniso
sudo rm md5sum.txt
find -type f -print0 | sudo xargs -0 md5sum | grep -v isolinux/boot.cat | sudo tee md5sum.txt

sudo mkisofs -D -r -V "MINZL" -cache-inodes -J -l -b isolinux/isolinux.bin -c isolinux/boot.cat -no-emul-boot -boot-load-size 4 -boot-info-table -o ../minzl.iso .
 
und das so angepasste .iso in einer vm testen und dann mit unetbootin auf einen stick schreiben. 
Ich brauchte schon ein paar Anläufe, bis alles ging (und das Protokoll ist leider nicht ganz vollständig, so fehlen die Schritte nach Kernel-Update und Entfernen des alten Kernels, was etwas umständlich war. Siehe dazu die oben verlinkte Anleitung.)
Aber dann gings. Ein paar Sachen blieben dann doch noch anzupassen, so die Tippen=Mausklick-Funktion des Touchpad, das Einrichten der keys fuer die ssh-Anmeldung, den Desktop-Switcher im Panel anzeigen, 

 

 

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