Ich mag die kleinen Mini-ITX - Boards, mit 17 cm im Quadrat so klein, dass man sie in unauffällig kleine Gehäuse packen kann und es gibt sehr stromsparende, die lüfterlos laufen können. Dass praedestiniert sie für Aufgaben wie Lan-Server, NAS, Gateway/Firewall.

Zwei Via Epia Boards (5000 und 800) hatte ich für solche Aufgaben, zeitnah angeschafft und beide sind nach rund 10 Jahren Einsatz auch zeitnah verschieden. Die Symptome bei beiden: ohne irgendeine Warnung oder verdaechtige Spur in den logs blieben sie plötzlich stehen. Freeze, kein Ping, keine Reaktion auf den Affengriff der sonst eine Tastatureingabe. Netzkabel raus, rein und sie liefen wieder, als sei nichts gewesen. Ein paar Tage, dann war der naechste Neustart fällig.  Was beim heimischen Gateway wohl nervte, aber noch mit begrenzter Mühe machbar war, solangedie Abstände zwischen den Freezes noch halbwegs lang waren. Aber beim WebCam - Server im Ferienhäuschen, 350km entfernt? Ein in der Bucht geschossenes Board zeigte die gleichen Symptome, also ein generelles Alters-Problem der Via-Boards.

Als Ersatz kam ein bemerkenswert günstiges Intel-Board, D510MO. Hatten die Via Epias im hunderter-Bereich gekostet, gab es dieses für 50€. Sata, DDR2, also war auch neues ram und Festplatte fällig, dafuer war das neue Board doch einiges leisttungsfähiger als seine Vorgänger. Leider weniger haltbar:
Nach 20 Monaten im Dauerbetrieb hat sich das Board gestern schon verabschiedet.

Es gab eine Warnung vor 10 Tagen, da fand ich die kleine Kiste mit dem D510MO morgens reglos: die Power-Led leuchtete zwar, aber das Board war kalt und hatte sich abgeschaltet. Die Reset - Taste oder der Power-button wurden ignoriert, nur Kabel ziehen zeigte eine Wirkung: das board begann zu booten, kam aber nicht weit und blieb dann wieder totenstarr liegen. Stromversorgung? Festplatte? Ich zog alle groesseren Verbraucher - ausser der HD noch die Maus, mehr war ja nicht dran - und darauf bootete es bis ins Bios. Das Event Log des Bios listete Thermal Trip, das Monitoring bezifferte die Prozessor-Temperatur aber auf 35°. Nach vielen Kabel-raus/rein Zyklen gelang es mir dann, das Board erst von einem USB-stick und dann sogar wieder mit angeschlossener Festplatte zu booten, es schien wieder zu laufen, ohne dass ich wirklich etwas geaendert hatte. Allerdings war mir der sehr heisse NM10-Chip verdächtig und ich hatte, auch auf die Bios-Meldung hin, einen kleinen Lüfter eingesetzt.

Es war aber nur ein vorübergehender Erfolg, gestern half dann auch kein geduldiges Herumprobieren mehr, das Board war allenfalls bis ins Bios-setup zu bringen. Die Frage, ob es wirklich das Board und nicht doch die Morex-Netzteilplatine war, beantwortete sich durch das inkonsistente Verhalten auf Reset und Powerbutton: Reset wurde ignoriert, der PowerButton schaltete das Board in einem Drittel der Fälle ab, in den anderen nicht. Nach dem Einschalten ging der Lüfter in wenigen Versuchen gleich auf eine niedrig geregelte Drehzahl, dies waren die Versuche, wo das Board die Bootsequenz auch begann. In den meisten Versuchen drehte der Lüfter aber voll auf und blieb einfach so.

Bleibt in der Zusammenfassung: unter den vielen Boards, die bei mir in bald drei Jahrzehnten im Einsatz waren habe ich Totalschäden nur mit Mini-ITX-Boards erlebt. Und wenn man denkt, mit einem grossen Namen käme grosse Qualität, irrt man. 

Kurzfristig als Ersatz war in der Preisklasse nur wieder ein Intel-Board zu bekommen, das D2500HN für brutto 59€. Mal schaun wie lang das hält.

 

Leider habe ich nicht zurückverfolgen können, was eigentlich den Auslöser davon darstellte, gefühlt schien das K9 - Mail meines android zu spinnen: neu angelegte Unterordner auf dem imap-Server wurden da nicht angezeigt und beim Abruf neuer Nachrichten gab es oft reihenweise Fehlermeldungen (ssl-handshake fail). Alle Versuche, K9 mit veränderten Einstellungen zu heilen, schlugen fehl. 
Bis ich mir dann mal die Zeit nahm, auf den Server zu schauen und dort im mail.log viele Fehlermeldungen wie diese fand:

imapd-ssl: Maximum connection limit reached for (und die IP)

Wobei an dem Server nicht eben viele Clienten hingen, sondern genau zwei: ein Thunderbird und eben K9 auf dem Androiden. Die in den Fehlermeldungen gelisteten IPs liessen sich ohne Zweifel und Ausnahme auf das Android-Telefon zurückführen.
Google lieferte mir einen vergleichbaren Problembericht von jmd., dermit Thunderbird und einem OSX Mail auch diesen Fehler sah und ihn dort auf Mail zurückführte, wie bei mir tauchte die IP des Rechners mit Thunderbird nie auf. Auch dort kam nicht heraus, warum eine anfangs funktionierende Einrichtung dann diese Fehler warf, aber eine Abhilfe habe ich gefunden.

In /etc/imapd-ssl habe ich diese beiden Einträge angefügt:

MAXDAEMONS=280
MAXPERIP=40

noch ein /etc/init.d/courier-imap-ssl restart und seither ist Ruhe und K9 kommt auch wieder klar.

Ich musste ein win7/64 neu mit einer Reihe von Adobe-Programmen ausrüsten, also die Installations-DVDs auf den tisch, loslegen und staunen. 2 von 4 DVDs, ihr Leben lang in der Plastikhülle und äusserlich absolut makellos, gingen gar nicht mehr, Set-Up sei keine ausführbare Windwosdatei und solche Fehler. Zum Glück gibt es die Sachen ja als Trial zum download, aber Flex 3 ist dann schon schwer zu finden.

Und dann verweigert sich FlashCS5 komplett, WARNING: OS requirements not met for {694213D7-1E0E-4C8F-B822-E2E3680C0FCE}  , die Suche auf die fehlermeldung bringt mich zu diesem Thread in den adobe Forums und von dort lande ich auf dieser Seite, wo mir ernstlich geraten wird, erstmal alle installierten Adobe-Produkte wieder zu desinstallieren und dann nach einem Neustart Flash 5 neu zu installieren. Und da gibt es sogar Leute, die sich für einen solchen rat noch bedanken... - letztlich half auch hier wieder, statt der Original-DVD die Trial zu laden, die hatte offenbar stillschweigend ein kleines Update bekommen und lief nun auch unter x64 durch.

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