get the latest built from developers.google.com/android/nexus/images

unpack it to your android working dir. 
cat flash-all.sh for the current filenames (below is from mmb29q)

adb devices
adb reboot-bootloader
fastboot flash bootloader bootloader-deb-flo-04.05.img
fastboot reboot-bootloader
fastboot flash radio radio-deb-deb-z00_2.44.0_0213.img
fastboot reboot-bootloader
fastboot flash system system.img
fastboot reboot
 
all the data and settings survived and the device shows 
MMB29Q
1. Februar 2016 as Patchlevel.
 

Was neu in Android Marshmallow?

Wednesday, October 7. 2015

 heute früh las ich von der Veröffentlichung von Android 6.0 und jetzt ist es drauf auf meinem razorg Nexus 7. Das ist schon mal ein absoluter Erstling, bei allen anderen Upgrades seit 2013 war ausgerechnet mein Modell der Röhrengucker, die eine Version, die noch ein Vierteljährchen warten durfte. Diesmal nicht, Pluspunkt.

Überhaupt, ein bald 3 Jahre altes Teil noch ganz frisch zu halten - aber dafür habe ich seinerzeit ja zu Google-Hardware gegriffen. Mal sehen, wie sich das Oneplus One hält, jetzt, nach einem Jahr, ist es mit 5.1.1 noch vorne dran. 

Fein, die erste Neuerung sieht man gleich nach der erfolgreichen adb - Aktion: die Startanimation ist keine Bezier-kurvenlastige Simulation gravitierender Buntflecken mehr, sondern ein psychodelisches Fließband konfektbunter Sonnen, Würmer und LSD-Pralinen. Beim ersten Start bekommt man das wirklich lange zu sehen.

Der Rest der Startprozedur kam mir recht bekannt vor, der Startbildschirm hat einen anderen Hintergrund, aber sonst? Für den Anfang den default-Launcher gelassen, nichts Auffälliges. Runter in den app-drawer und da ist nun der Link zu play.google superfett rechts oben, wo man die Settings erhofft. Marketing-Droids. Minuspunkt.
(Sieht trotzdem weit knackiger aus als der AppDrawer meines Nova-Launchers. Hmm)

Die Seiten der Apps -Liste haben einen ansprechenden Reinzoom-Effekt aber davon ab fiel erstmal nicht fiel auf.
(Sieht trotzdem weit knackiger aus als der AppDrawer meines Nova-Launchers. Hmm)

Einstellungen, da hat sich in den Untermenues was getan, Ton&Benachrichtigungen hat eine Liste aller Apps mit Optionen, unter welchen Umständen sie wie nerven dürfen. auch einen Punkt 'Zugriff während 'Nicht stören'' - schon mal interessant. Dann gibt es ein Untermenue andere töne mit 4 T/F-Toggeln und einem Choice.

Apps hat zu den installierten Apps nun merklich mehr Settings und Anzeigen, zweimal die Option Speicher (darf man jetzt Raten, ob Dateisystem oder Memory gemeint ist), dazwischen Statistik zum Datenverbrauch, Berechtigungen, Benachrichtigungen, Standardmässig öffnen und Akku - das sieht doch nach einem dicken Pluspunkt aus.

Speicher - da gibt es ganz unten den Punkt "Erkunden". Aber der erste blick sieht nur mit Bedauern, das beim SystemUpgrade wirklich alles auf der emulierten SD weggewischt wurde. 

Sicherheit - nicht viel Neues. Displaysperre/Muster bietet immer noch nur eine 3x3-Matrix an. Kein Pluspunkt.

Die Google-Einstellungen sind jetzt bei Nutzer integriert und kommen mir sehr differenziert vor. Oder wäre dass jetzt diversifiziert? Jedenfalls nicht das, was mich gerade sehr interessiert.

"Über das Tablet" hat einen neuen Punkt "Android Sicherheitspatch-Ebene" Das sind so Ausdrücke, die ich mir im Kopf schnell rückübersetze, um sie zu verstehen... - aber das könnte ein fetter Pluspunkt sein. Mal schaun, wie sich das in der Zukunft und auf zugefeatureten Samsungs und was weiss ich hält.

Alles in allem - ja, hinter den Kulissen und in den Details. Man fragt sich, ob das wirklich einen vollen Versionssprung wert ist - aber dafür gibt es ja eine neue Nascherei. Marshmallows, fühlt sich an wie EssPlastic, garantiert ohne Verwendung von natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt und man stopft es doch in sich rein, bis die Tüte endlich leer ist.

F-droid

Monday, January 28. 2013

 Wahrscheinlich brauche ich oft einfach besonders lange, bis mir gute Sachen auffallen. Diesmal F-droid, ein Repository für Free&Open source Software für Androids. Den Link fand ich auf Slashdot. Eine Fundgrube und im Unterschied zum Google Market, das mir, seit es Playstore heisst, einfach Augenflimmern macht, ist f-droid klar und ruhig und unaufdringlich und - ok. 

Man muss das install aus unbekannten Quellen erlauben und kann sich den Paketmanager mittels QR-Code auf der Projektseite laden. Alles weitere findet man entweder schnell selbst heraus oder es steht auf der Seite. Gefällt.

ownCloud - halb und halb

Monday, January 28. 2013

Das folgende ist schon etwas alt, es gibt einen neuen Artikel mit meinen jüngeren Erlebnissen mit OC 5.+ 

In einem anderen Artikel habe ich ownCloud schon mal kurz erwähnt als eine mögliche Alternative zu Cloud-Angeboten wie GoogleDrive, Dropbox oder Insync. Es gibt ja ganz verschiedene Nutzungs-szenarien für Cloud-Speicherplatz, mein Schwerpunkt liegt nun nicht auf externem Backup-Space oder Sharing sondern auf einem Zugriffsfenster für im Lan vorgehaltene Dateien, das mir orts- und deviceübergreifend zur Verfügung steht. 

Und besonders geht es mir da um die An- und Einbindung meines Androidphones. 

  • schnell mal ein Bild hin- oder herschieben, USB anstöpseln und warten, bis endlich die sd-Karte gemounted ist - und dann für laufende Apps auf dem phone leider nicht mehr zugägnlich ist - dauert mir einfach zu lange.
  • irgendwo unterwegs will ich ein bestimmtes Lied aus meiner Musiksammlung, das ich gerade nicht auf der Sdkarte habe
  • meine mindmaps brauche ich immer und überall und zwar konsistent, also nicht das letzte Edit leider nur auf dem anderen Rechner...

So, das umreisst den Bereich, den mir ownCloud auf einem Rechner im Lan locker erfüllt. Einen dynamischen DNS-Dienst braucht es, der die je aktuelle IP meines DSL an eine Domain bindet, einen von aussen erreichbaren Rechner mit Apache, php, optional mysql und dem aktuellen ownCloud installiert und dann ist es noch sehr sinnvoll, sich für diese Domain eines der kostenlosen Serverzertifikate von startssl zu besorgen. Man kann die php - Dateien des ownCloud direkt in die Document root eines vhost entpacken, für die aktuelle Version 4.51 gibt es aber auch ein debian-repository und auf Sicht ist das doch die viel unaufwendigere Lösung, sobald es updates einzuspielen gilt. (Es gibt packages für CentOS, debian, fedora, openSuSe, RHEL, SLE und Ubuntu.)

Für debian Squeeze importiert man den repository key mit 
wget http://download.opensuse.org/repositories/isv:ownCloud:community/Debian_6.0/Release.key
apt-key add - < Release.key 

bindet das repository ein mit echo 'deb http://download.opensuse.org/repositories/isv:ownCloud:community/Debian_6.0/ /' >> /etc/apt/sources.list.d/owncloud.list
und anschliessend reicht ein

apt-get update
apt-get install owncloud

Fein, jetzt findet man in /var/www/owncloud das ganze php und in /etc/apache2/conf.d/ die Datei owncloud.conf, die man sich evtl. noch etwas zurechtbiegen will. 
Bei mir sorgt ein  

<IfModule mod_alias.c>
   Alias /cloud /var/www/owncloud/
</IfModule>
dafür, dass ich owncloud in jedem vhost als /cloud erreiche.
 
https://meineDomain.tld/cloud im browser ansteuern, die Installation mit ein paar Einstellungen (Datenbank, Verzeichnispfade und Zugriffsoptionen) auf den Weg schicken, Admin und user account anlegen, fertig. 
Auf dem Android gefällt mir als Client der TotalCommander mit WebDav-Plugin sehr gut aber es gibt natürlich zahllose Alternativen.
 
Soweit so gut, die Kategorie Dateien (mit den zwei Filteransichten Musik und Bilder) gefällt. Was mir nicht gefällt sind Kalender und Kontakte. Ich würde eben gerne meinen Androiden von Google und den Google-Account Features ablösen, aber dazu brauche ich für Kontakte und Kalender entsprechende Funktionalität und saubere Importfunktionen, die die derzeit auf Google eingestellten Daten ohne Verluste übernehmen können.
 
Meine Kontakte sind auf https://www.google.com/contacts/#contacts gepflegt, das Gros hat Portraitbilder, die Kontakte sind in Gruppen (bzw getagged), vielfach gibt es Notizen. Ich will jetzt nicht die Kontakte als vcard transferieren und anschliessend alle Portraits händisch neu zuordnen müssen und auf die Tags und einfache Gruppierung völlig verzichten mag ich noch weniger.
 
Bei den Kalendern habe ich noch nicht so detailliert herumprobiert aber soviel ist klar: das Modul CloneGoogleCalendar fehlt auch hier.

Mennoh! Das ist ein Millionenmarkt von Leuten, die nur mit Bauchschmerzen ihre ganzen Kontakte und Kalenderdaten bei google in den USA vorhalten - warum wagt das keiner, die Google-Dienste hierzu nachzubauen und uns Datensparsarmkeit zu ermöglichen? 

Ein Blog mit weiteren Artikeln zu dem Themenkreis sei hier noch empfohlen: netbunker

Noch ein paar pointer auf bezügliche Apps, die man sich auch gut aus f-droid installieren kann:

OwnCloud client - (a few bucks, open source, free if you build it yourself) sync files with OwnCloud.
CardDav-sync - (a few bucks, open source, free if you build it yourself) sync contacts with OwnCloud into your contact managers.
CalDav-sync - (a few bucks, open source, free if you build it yourself) sync calendars in OwnCloud into your calender apps.
Just Player - (freeware, open source) sync music with OwnCloud and play it.

update Ende Februar 2013:
Nun will ich es nach etwas Abstand mal zum Transfer einer kleinen Datei nutzen und - mobile client wie Browser geben alle Anzeichen eines Server Errror. Im error_log findet sich
PHP Fatal error:  xcache_clear_cache(): xcache.admin.user and/or xcache.admin.pass settings is not configured. Make sure you've modified the correct php ini file for your php used in webserver. in /var/www/owncloud/lib/cache/xcache.php on line 50

Na super. Tante Google weiß Rat, scheints habe ich mit dem letzten update && upgrade auf eine Version von owncloud (4.5.7-1) upgedated, die eine Version von xcache erwartet, die unter Debian Squeeze eben nicht gegeben ist. Die empfohlene Abhilfe, die auch hier ownCloud wieder ans Laufen bringt: 

/etc/php5/apache2/conf.d/xcache.ini mit einem Editor meines Vertrauens editieren und dort diese Zeile ergänzen: xcache.admin.enable_auth = Off

Half. OwnCloud ist wieder am Start. Aber im Log stehen nun vieleviele Kopien von: PHP Warning:  xcache_isset(): xcache.var_size is either 0 or too small to enable var data caching in /var/www/owncloud/lib/cache/xcache.php on line 39 Letztlich Log-Spam, eine Applikation sollte wirklich mitbekommen, dass sie eine Warnung schon einige hundert Mal gegeben hat und irgendwann die Frequenz reduzieren, statt bei Benutzung nun rund 4 bis 5 Mal / sec den immergleichen Text ins Log zu schiessen.

 

update 14.3.2013:
nice! heise berichtet von der eben erschienenen Version 5.0 von ownCloud und deutet auf laestig klingende upgrade-Methoden. Aber ich hab' es doch im repository... hier reicht ein apt-get update && ap-get upgrade und dann erscheint, nach Aufruf der Wolke, ein kurzer Hinweis auf das Upgrade, pling, pling,plong, pling, erfolgreich, weitergeleitet - fertig.
Erstmal login als Administrator, es sind eine Reihe neue Applications dazugekommen und ich aktiviere tasks - Antivir hat zwar die Anmerkung "recommended", schmeisst mir aber gleich eine Fehlermeldung. 
Auf den ersten Blick kommt mir die neue Oberfläche etwas dunkler vor, platzsparender und bedienbarer.
Raus und zweites Login als user, ich bekomme erst einmal minutenlang einen Verlaufsbalken mit dem Titel: "Dateisystem-Cache wird aktualisiert ..." Und dann: "Alles leer - lade etwas hoch!" :-(  - da ist schon mal was verlorengegangen. Hoffentlich nur der Link...

Kurz mal durch die anderen Optionen:
Kontakte kennt auf einmal Gruppen! Schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
Aufgaben kennt keine hierarchischen Beziehungen zwischen tasks, also kein "Kapitel 1" .. "Kapitel n" als subTasks zu "Buch". Eine Task hat Title, Kategorie, Ort, Fälligkeit, Fertigstellung scheint Boolean zu sein. Nach Priorität kann man sortieren, aber wo man die setzt, sehe ich erst mal nicht.

Ein Blick in's forum.owncloud.org/ bestätigt, dass andere die Probleme (Dateien, Task/Priority) auch haben. 
Es findet sich auch ein Hinweis auf ein Google import app

courier, dovecot, sieve, push mail

Monday, January 23. 2012

 Courier tat seine Arbeit an sich wunderbar, aber in der Integration von desktop- und mobilem Mailabruf stand es mir dann doch im Wege. Ich wollte

  • mail-Sortierung und -filterung auf dem Server
  • dazu gerne das sieve-Addon zu ThunderBird nutzen
  • push-mail für k-9 mail auf meinem android verlaesslich und doch batterieschonend einrichten

Das sprach für einen Wechsel von Courier zu dovecot. Dabei habe ich auf debian oldstable (Lenny) einige Varianten durchprobiert.

Ein paar hilfreiche WebSeiten vorweg, Migration to Dovecot (1.0), Courier to Dovecot 

courier -> dovecot 1.0

Der erste Anlauf blieb geradewegs im Rahmen des in der Distribution enthaltenen:

apt-get install dovecot-imapd dovecot-pop3d
dovecot --version  (1.0.15-2.3+lenny1)

Weiter, nach Maßgabe des dovecot-Wiki, mit dem Script zur Migration der Daten

cd /usr/local/bin
mkdir dovecot-mig
cd dovecot-mig/
wget http://www.dovecot.org/tools/courier-dovecot-migrate-1.0.pl
./courier-dovecot-migrate-1.0.pl --recursive --convert /home

Und zur Dovecot - Konfiguration:

Für SSL bietet dovecot.conf viele Felder aber ich wollte einfach das auch für Courier eingesetzte chained certificate weiterverwenden, ging so:

joe dovecot.conf

# chained certificate doppelt eintragen
ssl_cert_file = /etc/ssl/certs/startssl/mail.domain.tld.pem
ssl_key_file = /etc/ssl/certs/startssl/mail.domain.tld.pem

# dovecot 1.0 lauscht so an IPv4 und IPv6 
listen = [::] 

# Pfad zum maildir
mail_location = maildir:~/Maildir

# namespace wie courier
namespace private {
  prefix = INBOX.
  separator = .
  inbox = yes 
}

dovecot neu starten:

/etc/init.d/dovecot restart

Ergebnis? Beim ersten start des MUA (Thunderbird) gab es einen Wald von Messageboxen und Thunderbird war eine Weile beschaeftigt, Mails zu synchronisieren. Ansonsten gings soweit ohne Drama, nur das Mail-filtern wollte nicht.

 

courier -> dovecot 1.2

Im zweiten Anlauf habe ich, auf einem anderen server, die in den backports vorgehaltene Version dovecot 1.2 installiert:

# backports in sources.list eintragen
joe /etc/apt/sources.list
deb http://www.backports.org/debian lenny-backports main contrib non-free

# und der key dazu, sonst nervt apt-get bei jedem Aufruf
sudo wget -O - http://backports.org/debian/archive.key | sudo apt-key add -
sudo apt-get update
sudo apt-get -t lenny-backports install dovecot-common dovecot-pop3d dovecot-imapd

 

Weiter, nach Maßgabe des dovecot-Wiki, mit dem Script zur Migration der Daten in der version fuer dovecot 1.1+

cd /usr/local/bin
mkdir dovecot-mig
cd dovecot-mig/
wget http://www.dovecot.org/tools/courier-dovecot-migrate.pl
./courier-dovecot-migrate.pl --recursive --convert /home

 

# die Anpassungen der Konfig
joe /etc/dovecot/dovecot.conf

# managagesieve und lda bringen die Mailsortierung auf dem server zuwege
protocols = imap pop3 pop3s imaps managesieve lda

# sowohl auf IPv4 wie IPv6 lauschen
listen = *, [::] 

# im default verbietet dovecot Klartext-Passworte, aber hier haette es manche Klienten ausgesperrt
disable_plaintext_auth = no

# chained cert doppelt eintragen
ssl_cert_file = /etc/ssl/certs/startssl/mail.domain.tld.pem
ssl_key_file = /etc/ssl/certs/startssl/mail.domain.tld.pem

# lda ist der local delivery agent und stoesst das sieben und reindizieren der mails bei Auslieferung an
protocol lda {
postmaster_address = master@server.domain
mail_plugins = sieve
}

# sieve_dir ist das Verzeichnis, in dem Filterscripte abgelegt werden. unter dovecot 1.2 ist deren Name beliebig
plugin {
sieve = ~/.dovecot.sieve
sieve_dir = ~/mails/sieve
}

Konfig speichern und dovecot neu starten

/etc/init.d/dovecot restart

Damit der lda deliver nun auch benutzt wird, muss er postfix bekannt gemacht werden:

joe /etc/postfix/main.cf

mailbox_command = /usr/lib/dovecot/deliver
 
Speichern und geanderte Konfig laden:
/etc/init.d/postfix reload

Auch hier gab es mit Thunderbird zuerst mal Messageboxen und Resynchronisierung, aber dann liessen sich zur Belohnung Filterregeln für's serverseitige Filtern aus Thunderbird heraus editieren und es ging auch.


 dovecot 1.2 -> dovecot 2.0

den Anstoss für dieses Upgrade gab ein Blog-Artikel von Peter Kieser mit der Argumentation:

  • push funktioniert auf IMAP, indem zwischen dem Client und dem Server die Verbindung IDLE offengehalten wird. Alle paar Minuten werden "OK Still here"-Nachrichten ausgetauscht.
  • Wenn das geschieht, reaktiviert Android eine reihe ruhende Netzwerk-Funktionen und die ziehen Strom, je häufiger das geschieht, je mehr leidet die Batterielaufzeit.
  • K-9 hat als default einen refresh alle 24 Minuten, dovecot aber alle 2 Minuten.
  • mit dovecot 1.2 laesst sich daran per Config nichts ändern, Dovecot 2.0 hat dagegen einen Parameter imap_idle_notify_interval 

Dovecot 2.0 gibt es für Lenny als Prebuilt Binary, Upgrading Dovecot v1.2 to v2.0 im dovecot-wiki hilft auch weiter.
Als erstes /etc/dovecot/dovecot.conf in ein backup sichern, so dass im weiteren nichts verloren geht, auch wenn man im install die dovecot.conf durch die neue Version ersetzen laesst!

cp /etc/dovecot/dovecot.conf /etc/dovecot/dovecot.conf.1-2

 

# apt sources.list erweitern
joe /etc/apt/sources.list
 
# lenny is oldstable
deb http://xi.rename-it.nl/debian/ oldstable-auto/dovecot-2.0 main

# speichern, dann key besorgen
wget -O - http://xi.rename-it.nl/debian/archive.key | apt-key add -
 
# und dovecot 2 installieren
apt-get update && apt-get upgrade
apt-get install dovecot-imapd dovecot-pop3d dovecot-managesieved

 

# die Konfigurationsdateien sehen für dovecot 2.0  einiges anders aus, die in dovecot 1.2 schon sehr umfangreiche dovecot.conf ist nun viel kuerzer und inkludiert stattdessen Konfigurationsdateien aus einem gesonderten Verzeichnis. Und optional eine local.conf, die ich mit diesen Einträgen angelegt habe:

 

# /etc/dovecot/local.conf
mail_location = maildir:~/Maildir
namespace {
  inbox = yes
  location = 
  prefix = INBOX.
  separator = .
  type = private
}
passdb {
  driver = pam
}
plugin {
  sieve = ~/.dovecot.sieve
  sieve_dir = ~/sieve
}
protocols = " imap pop3 sieve "
ssl_cert = </etc/ssl/certs/startssl/mail.domain.tld.crt
ssl_key = </etc/ssl/certs/startssl/mail.domain.tld.key
ssl_ca = </etc/ssl/certs/startssl/startssl.chain.class1.server.crt
 
service managesieve-login {
  inet_listener sieve {
    port = 4190
  }
  inet_listener sieve_deprecated {
    port = 2000
  }
}
 
userdb {
  driver = passwd
}
protocol imap {
  imap_idle_notify_interval = 29 mins
  mail_max_userip_connections = 60
}
 
protocol lda {
  postmaster_address = postmaster@datenwusel-hosting.de
  mail_plugins = sieve
  log_path = /var/log/dovecot/deliver.log
  info_log_path = /var/log/dovecot/deliver-info.log
}
disable_plaintext_auth = no
auth_cache_size = 5M
log_timestamp = "%Y-%m-%d %H:%M:%S "
 
Bei der Gelegenheit habe ich auch das courier-style - .pem beurlaubt und ssl key, cert, ca einzeln eingebunden. Mehr dazu hier.
Anschliessend dovecot neu starten und dann in /etc/postfix/main.cf eine kleine Änderung vornehmen:
mailbox_command = /usr/lib/dovecot/dovecot-lda -f "$SENDER" -a "$RECIPIENT"
 
Ich musste auch den Namen der Datei mit den Filterregeln umbenennen, da nur noch Dateien mit der extension .sieve interpretiert werden.
 
sieve error log

Wenn der lda bei der Abarbeitung des sieve-scriptes einen Fehler feststellt, etwa wg eines Tippfehlers, einen Ordner nicht findet, schreibt er eine Fehlermeldung in ~/.dovecot.sieve.log 

fail2ban - Regel für dovecot

Auch hierzu wird man im dovecot-wiki fündig.

 

push mail und (android-app) juice defender

Die beiden stehen sich schon im Weg, juice defender erzielt seine laufzeitverlängernden Wirkungen nicht zuletzt, indem es die Datenverbindung des smartPhone nur periodisch aktiviert. Mit den default-Einstellungen hatte es bei mir schon merklich was bewirkt, aber der push mail zuliebe habe ich es deaktiviert.

 

Zielkonflikt zwischen sieve und push-imap

Quasi als Schlussbemerkung hier, warum ich nach erfolgreicher Migration, upgrades, Konfiguration doch nicht ganz zufrieden wurde:

  • sieve unterstuetzt nun serverseitig mein Mail-Ablage-Modell eines weitverzweigten hierarchischen Ordnerbaums mit deutlich > 100 systematisch/thematischen Ordnern. Ich kann von verschiedenen Orten (desktop, smartPhone, fremder Rechner) und MUA (ThunderBird, K-9, WebMail) darauf zugreifen und finde alles sortiert.
  • imap-push zwischen dovecot (2.0) und k-9 funzt an sich auch wunderbar und mit dem auf 24//29 Minuten gestreckten Refresh-Interval auch halbwegs batterieschonend.
  • Aber: imap-push hält je "push-aktivem" Ordner eine imap-idle - Verbindung offen. Ein anderes Model (nur eine Verbindung zwischen Client und Server bleibt idle offen, notify übergibt den Pfad zum aktualisierten Ordner) ist in der Mache, aber derzeit eben Zukunftsmusik. Das heisst konkret: mit 2, 3, 5 aktiven Ordnern ist alles bene, mit 127 hängt und klemmt es an allen Enden.
  • mein Mail-Ablage-Modell dient dem Zweck, deduktiv/systematisch alte Mails wiederzufinden, imap-push dient dem Zweck, neue Mails sofort annonciert zu bekommen. Meine Wunschvorstellung war, dass k-9 und ThunderBird mir '''pling!''' sofort die neue Mail an ihrem systematischen Ort vor die Nase halten. Mit dem derzeitigen Stand der Protokolle geht das (bei vertretbarem Energieaufwand des smartPhone) aber nicht zusammen.
  • meine Loesung ist dafür bis auf weiteres:
    mobil: je ein account je Nutzung
    .
    • Ein Mail-account hält die hierarchische Ordnerliste, hier gibt es kein imap-push und keine regelmässige Synchronisierung, aktualisiert wird also nur bei Zugriff, und nur auf dem je gewünschten Pfad.
    • Ein zweiter Mail-Account bekommt per .forward die selben neuen Mails zugestellt, alles unsortiert in die INBOX. Push macht sein Ding und das macht es gut. Wenn ich wirklich zu der neuen Mail den Kontext der vorigen brauche, kann ich ja auf dem anderen Konto nachsehen.



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