IPv6 - manches geht, manches nicht
Wednesday, February 8. 2012
Bei webmin war ich der festen Ansicht, dass IPv6 nicht geht und nie gehen wird. Ich hatte mal so eine Bemerkung auf der Projektseite gelesen, und da es in perl ist (perl considered harmful)... Stimmt aber gar nicht (mehr):
aktuelle Versionen von webmin lassen sich mit einem mausklick Ipv6-enablen, alles, was sie dazu brauchen, ist, ein package:
apt-get install libio-socket-inet6-perl
Ein freundlicher Blogger verweist mich auf den icinga - nrpe, den hatte ich zuvor wohl übersehen. Einen Erfolg kann ich aber auch damit bislang nicht vermelden, mehrere Anläufe, buchstabengetreu oder mitdenkend den Angaben des Link zu folgen kompilierten fehlerfrei, blieben dann aber doch im ersten Test stecken:
hmm. Sachdienliche Hinweise richten sie bitte an die Kommentarfunktion weiter unten...
tightvnc statt aufstehen
Friday, February 3. 2012
Oft ist es ja nur der Rechner in der anderen Ecke des Lab, dessen desktop ich mal eben vor mir sehen möchte, und lieber nicht hinübergehen. Aber es funktioniert im wesentlichen ganz genau so mit einer Kiste, die hunderte Kilometer entfernt ist: eben mal vnc aufmachen.
Ich bin da, nach einigen Versuchen, mal auf tightvnc gestossen, der sich flink installieren und einrichten lässt und prima mit dem kdrc harmoniert. Und tightvnc laesst sich klaglos durch einnen ssh-Tunnel schicken, und das beruhigt schon.
Ich gehe hier mal davon aus, dass zu dem entfernten Rechner ohnehin eine ssh-Verbindung besteht und Passworte dank authentification keys kein Thema sind.
Auf dem entfernten Rechner ist tightvnc schnell installiert, mit debian reicht ein
apt-get install tightvncserver (als root)
und dann startet man den server zum initialisieren als der user, mit dem man auf dem entfernten Rechner aktiv sein will.
vncserver
Man darf/muss ein Passwort festlegen, notieren! - man wird bei jeder Verbindung danach gefragt werden. Erstmal fertig.
Um jetzt konkret eine Session zu öffnen, gebe ich, als user, auf der console des entfernten Rechners
tightvncserver -nolisten tcp -localhost -geometry 1152x864 -nevershared :2
und kontrolliere den Erfolg mit
ps aux|grep vnc
Xtightvnc :2 -desktop X -auth /home/user/.Xauthority -geometry 1152x864 -depth 24 -rfbwait 120000 -rfbauth /home/user/.vnc/passwd -rfbport 5902 -fp /usr/share/fonts/X11/misc/,/usr/share/fonts/X11/Type1/,/usr/share/fonts/X11/75dpi/,/usr/share/fonts/X11/100dpi/ -co /etc/X11/rgb -nevershared -nolisten tcp -localhost :2
der rfbport (5902) und die Nummer des desktops (:2) sind die beiden Daten, die ich in dieser Ausgabe kontrolliere, dann bin ich mit dem Server soweit fertig und wechsele zu einer Shell des lokalen Rechners, auch hier als passender user.
krdc vnc:/127.0.0.1:2 & ssh user@host.domain.tld -N -C -L 5902:127.0.0.1:5902
und pling öffnet sich der kdrc mit der Passwortabfrage und dann baut sich der entfernte Desktop auf. Bei langameren Verbindungen (dsl rauf und schmales dsl runter) vereinfacht es die Maussteuerung, wenn man im krdc oben "Local Cursor" aktiviert.
IPv6 - Adresse für ausgehende Verbindungen beeinflussen
Thursday, February 2. 2012
Mit IPv6 sind Adressen nun nicht eben knapp und ein interface kann etliche globale IPs haben - wie kann man Einfluss darauf nehmen, welche davon fuer ausgehende Verbindungen genutzt wird?
Ich fand ein nützliche Beschreibung der Auswahl, zwei Infos daraus waren mir nützlich:
- Wenn mehrere globale Adressen alle anderen Auswahlkriterien bestanden haben, nimmt Linux die zuletzt hinzugefügte.
- Man kann bestimmte Adressen als "deprecated" markieren, so dass sie bei der Auswahl nicht berücksichtigt werden.
ip -6 addr change 2001:db8:F00::BA2/128 dev eth0 preferred_lft 0
denyhosts sync error
Sunday, January 29. 2012
Nach einem dist-upgrade von lenny zu squeeze auf meinem root server stelle ich fest, dass denyhosts nicht mehr richtig funktioniert.
Im denyhosts.log findet sich die Zeile:
sync : ERROR long int exceeds XML-RPC limits
und dem folgt eine Traceback. Es ist für debian ein bekannter bug und anscheinend auch gefixt und archiviert.
"Found in version denyhosts/2.6-6. Fixed in version denyhosts/2.6-10." Na super! Squeeze kommt mit 2.6.7 und da ist es nicht gefixt.
Stattdessen fand ich in den ubuntu-Foren einen hilfreichen Beitrag mit einer filigranen Änderung an der auch im Trackback benannten /usr/share/denyhosts/DenyHosts/sync.py :
Die hat, bei mir auf Zeile 55/56,
fp = open(os.path.join(self.__work_dir, SYNC_TIMESTAMP), "a") und das ändern wir (als root) in:
fp = open(os.path.join(self.__work_dir, SYNC_TIMESTAMP), "w")
Dann noch das misshandelte Timestamp resetten:
date +%s > /var/lib/denyhosts/sync-timestamp
und fertig!
Thunderbird und sieve
Sunday, January 29. 2012
ThunderBird zeigt mit sieve in Unterordner einsortierte Mails nicht mehr zuverlaessig an
Eine neue mail ist von einem Filter nach dings/bums/gedöns sortiert worden: der Ordner wird fett dargestellt, in Klammern die Anzahl ungelesener Mails darin. Nie ein Problem mit thunderBirds eigenen Message Filtern. Aber nun, mit Sieve, bekomme ich die Anzeige oft erst, wenn ich den betreffenden Ordner mit der Maus anklicke, öffne. Google findet mir nur einen vergleichbaren Report, dort mit cyrus sieve.
Ganz am Ende des Threads der Hinweis 'I suppose you've already set Thunderbird to check for new mails in all IMAP subfolders? "Preferences->Advanced->Config Editor->mail.check_all_imap_folders_for_new"?'
Bei mir stand da false, nun in true geändert.
Scheint geholfen zu haben.
ThunderBirds Filterregeln in sieve-script übersetzen
Bei ausgedehnter Ordnerstruktur und entsprechend viel Filterregeln viel Arbeit, bislang vor mir hergeschoben. Sie stehen jeweils in ~/.icedove/$profileName/ImapMail/$accountName/msgFilterRules.dat Jetzt finde ich Regelübersetzer als Online-Dienst. Von der Art mag es noch mehr geben; man kann ihnen aber auch nicht unbesehen trauen. Der eine übersetzte in brauchbare Regeln, fügte aber nicht sichtbare Zeichen ein, die ich mit Suchen/Ersetzen in einem guten Editor bereinigen musste. Der andere schmiß gar gleich eine uncaught exception...