SD-Karte zerschossen, wie retten?

Friday, June 21. 2013

 Eine Freundin kam mit tausenden Fotos von den Azoren zurück, kaufte sich einen Multi-Kartenleser für 2,50€ und hatte - schwuppdiwupp - lauer kaputte SD-Karten. Windows wollte immer gleich formatieren...

pacman -S ddrescue testdisk

installierte mir die zur Rettung nötigen Programme.

fdisk -l  und ein abwägender Blick fand mir den Pfad zu der sdcard, bei mir /dev/sdd

Ein Arbeitsverzeichnis auf einer Partitione mit mehr als dem Zweifachen der Kapazität der Karte angelegt (erst erstellen wir ein Abbild, dann kopieren wir die einzelnen Dateien aus der Abbilddatei) und dort:

ddrescue -d /dev/sdd sddimg resc.log

Mit -d wird --direct ausgelesen, das Abbild der Karte landet in der Datei sddimage und ein Log des Vorgangs wird in resc.log erstellt. 
Zeit für eine Tasse Kaffee...

Im zweiten Schritt geht es nun darum, aus dem Abbild die Fotos zu recovern,
man photorec  findet mir als synopsis:
photorec [/log] [/debug] [/d recup_dir] [device|image.dd|image.e01]
also in meinem Fall konkret:
mkdir reco
photorec /d reco sddimg

etwas unerwarteter Weise bekomme ich dann aber doch in einer interaktiven Maske die an sich schon per Parameter eingegebenen Einstellungen zum einzeln Abnicken präsentiert, endlich aber läuft die Mühle dann. Und saugt zigtausend Jpg aus dem Abbild, aufsteigen nach den Sektornummern des jwlg. Dateibeginns benannt. <1% der Bilder ist vllt. wirklich dahin, denn im Resultat finden sich ca, 15 ".doc", je gefolgt von etlichen ".txt", in denen aber nur binäres Durcheinander steht.

Einige Kannen Kaffee später kann ich mich nun wirklich ans Formatieren der sdcard machen, um die geretteten Fotoschätze zurückzuspielen.

mkfs.vfat -n 16GB /dev/sdd1

Freundin glücklich, das war der Mühe wert.

hexSpeak

Thursday, June 20. 2013

 

 hexSpeak, erklärt die wikipedianennt man Zahlen in hexadezimaler Notation, die auch als Wörter der englischen Sprache gelesen werden können. DEADBEEF zum Beispiel, oder faceb00c.

An sich nichts wirklich neues, aber mit IPV6 ergibt sich immer mal wieder die Lage, dass man für ein Subnet genausogut einen schönen sprechenden Ast aus dem weiten Feld verfügbarer IPs vergeben kann. 

Und um nun nicht jedesmal von neuem Anagramme zu listen kann man sich auf Listen verfuegbarer Worte stü[r|t]zen. Auf Deutsch geht natuerlich noch manches andere, Affe, Bade, Ba11, Fe1d, 1ade, 

 

Mousebuttons umwidmen

Sunday, June 2. 2013

 Als Maus habe ich derzeit einen Trackball von Logitech, der, am rechten USB-Port eingestöpselt, gleich auf Anhieb funktionierte. Aber nicht ganz nach meinen Wünschen: links neben der LinkeMaus-Taste hat es noch zwei kleine Knöpfe, die mit Zurück und Vor belegt sind. Also Zurückbläätern im Browser. So werden sie auch unter Arch / KDE eingebunden, aber ich hätte stattdessen lieber PgUp und PgDown als Belegung, meine Tastatur nennt es BildHoch und BildRunter.

Diesen Wunsch fand Google mehrfach geäußert, aber nur ein Dickicht von Lösungen für andere, ähnliche Probleme. 
Eine Lösung, die mir gar nicht gefiel, war easystroke, hilfreich war mir dies.
Nach einigem Probieren habe ich es so gelöst:

- xbindkeys und xvkd installieren
pacman -S xbindkeys xvkbd

- Konfigurationsdatei im Home erstellen
joe ~/.xbindkeysrc
 
und darin die beiden Button 8 und 9 wie folgt binden:
 
# Mouse Buttons
"xvkbd -xsendevent -text "\[Next]""
m:0x0 + b:8 
"xvkbd -xsendevent -text "\[Prior]""
m:0x0 + b:9
 
Welche Nummer die Button der Maus haben, kann man mit xev feststellen. Den Namen für die Keycodes habe ich mir aus dem Listing herausgesucht, dass
xmodmap -pke
 
ausgibt. Bleibt noch, xbindkeys mit KDE zu starten:
dazu schreiben wir ein Startscriptchen 
 
joe  ~/.kde4/Autostart/start-xbindkeys
 
mit dem Aufruf
#!/bin/sh
xbindkeys
 
und machen es ausführbar
chmod +x ~/.kde4/Autostart/start-xbindkeys
 
fertig!

 Google findet ein Installations-ISO für Windwos 2008 R2 als Trial bei MS, auch eine Sharepoint2010-Installation als Trial. Zum Download muss man sich mit einer MS-ID registrieren, an die da zugehörige email-Adresse gehen dann auch mails mit Produktkeys. Die braucht man.

Neue VM anlegen, üppige HD zuteilen, üppig Ram (4GB, immer noch knapp), mit dem ISO als CD-Image starten. Erstinstallation geht erstaunlich schnell, erstes Update bei bei 81% ewig hängen bis ich merke, dass hinter dem "Initial Steps"-Fenster eine Dialogbox "IE9 installieren" versteckt sitzt. Nein. Restliche Updates, reboot, restliche Updates, reboot.
Statische IP zuteilen, Installations-Ratgeber und Hinweise ergoogeln.
Nach der Anleitung Server roles und Features installieren. Reboot. 
Sharepointserver.exe in die vm kopieren (aus SMB mag sie nicht starten), Prerequisites Installieren, (will gleich erst mal einen Reboot). Den Product Key aus der Download-Mail eingeben (man hat vier zur Auswahl, habe mal den ersten genommen).

Sharepoint-Install will wissen, ob ich standalone oder eine Farm anlegen will. Standalone reicht mir erst einmal.
Nach der Installation startet ein Configuration Wizard, fragt, ob er ggf Dienste restarten darf (ja). Zeit für eine Tasse Kaffee.

Und dann startet tatsächlich Sharepoint server. Grottenlahm, wie zu erwarten war. Mit einem SP auf Port 80 und der Sharepoint Central Administration auf Port 6531.


 

Arch Linux entschlacken

Sunday, June 2. 2013

Ok, auch Linux verfettet mit der Zeit.
Mal eben ein df -h und mit Schrecken sehe ich, dass die root partition bei über 90% Benutzung angelangt ist.
Mein erster Verdacht (dass ein Backup statt in's gemountete remote-Laufwerk lokal reingerutscht ist, bestätigt sich nicht, stattdessen zeigt mir Konqueror im Viewmode 'File Size View' von /var nur /var/cache/pacman/pkg, alle anderen Verzeichnisse kleben als Pünktchen am Rand.

pacman hebt sich hier vorige versionen aller packages auf, um dem Nutzer so schmerzloses Downgrade von Paketen zu ermöglichen. Sowas habe ich bislang noch nicht machen müssen.

Google schickt mich zum pacman-Artikel im Arch-wiki und dort finde ich den Hinweis auf das Putzprogramm paccache. paccache -h zeigt die Optionen, ich putze alle alten Versionen und behalte nur die jeweils letzte von jedem mit
paccache -r -k1
die fettesten Brocken, KDE-Hintergrundbilder, vertreibe ich ganz mit
paccache -r -k0 kdeartwork-wallpapers
paccache -r -k0 kde-wallpapers


Ergebnis: 12 GB frei gemacht, Benutzung liegt wieder bei 42%. Dauer (mit Googlen): 15 min.

 

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