Technologiewechsel, die Umstellung alter ISDN-Anschlüsse auf Voice over IP und damit verbunden von DSL auf VDSL rollt planmässig und wie eine Dampfwalze und nun war mein Anschluss auch dran. Ein paar mails, ein Brief, ein Päckchen mit der weissen Homebox-Flunder. Dann war der Tag da und obwohl mir der Abschluss der Ustellung erst für 17.30h angekündigt war, war um 10 schon alles über die Bühne. Kabel umgepfriemelt, einen ZUgangscode eingetippt, paar Minuten gewartet und dann war die flunder im Netz. 

Soweit so gut, nun zum Manual und die Kiste als Modem einrichten, wie es im Zyxel -Handbuch für das Teil beschrieben ist - bloss: die im Handbuch beschriebenen Menueoptionen gab es auf meiner Kiste gar nicht. Einfach nur das Modem austauschen und meine eigene Linux-Büchse dahinter als Router weiterlaufen lassen wie seit 20 Jahren schon - dass ging nicht. 
pppd passthrough, den die Flunder laut Manual anbietet, kann man nicht einstellen und so musste ich erst mal meine firewall-Konfig zerschiessen, um überhaupt meinem Lan den Weg ins Netz zu öffnen. Und an dem nun fehlenden event des allmorgendlichen pppd-Neustarts (um die Zwangstrennung zu einer mir genehmen Zeit stattfinden zu lassen) - das Update meines dynamischen DNS bei dns.he.net, das Update des IPv6 over Ipv4-Tunnels, überhaupt der Tunnel, Kollateralschäden. Für IPv6 hat die Kiste übrigens Einträge, aber die bleiben alle leer. Das ist Telefonica oder ihrem Vorleister Telekom noch zu neumodisch...

Dann verriet mir nmap, dass alle ports gefiltert seien. Die Kiste lässt mich aber die Einstellungen der Firewall weder ansehen noch ändern - alles was man machen kann, ist Port-Forwarding für TCP und UDP einzurichten. Dabei zeigt sich, dass 7170/TCP und 5060/UDP reserviert sind, auf letzterem läuft SIPund ersterer Port wird für Fernwartung genutzt bzw. freigehalten.

OK, damit waren nun die Services auf dem Gateway - der Proxy zu OpenHab für remote-Zugang zum SmartHome, der MQTT-Server, Da kleine tool auf dem Apache - wieder von Aussen zugänglich. Der IPv6-Tunnel blieb aber tot.

Das ist alles recht unerfreulich, ich kann schon den Nutzen davon sehen, so eine Homebox 'Omi-sicher' auszuliefern, aber auch erfahrenere Kunden so in einen weissen Käfig zu sperren - bei Hansenet (selig) oder auch Alice hätte es das nicht gegeben.

Recherche im Netz fand keinen workaround, keinen Trick zum Freischalten, sondern immer nur den Verweis auf die Fritzbox 7490. Schon bestellt.

Aber, nach all dem Gemecker: es gab auch eine erfreuliche Überraschung, und das ist die Bandbreite.Die war zu Alice-Zeiten mal bei stolzen 17,x MBit/sec im Download gewesen und in den letzten Jahren immer mehr verkümmert, letzthin war ich schon froh, wenn es 13 MBit/sec waren und nicht nur 10.
Ja, und nun kraxelte der Graph in meinem Bandbreiten-Check plötzlich bei 30 herum, und der Download knapp bei 10.

mit iPerf, scp und diversen Bandbreiten-Checkern nachgemessen (was bei letzteren Ergebnisse mit bis zu 54MBit anzeigten), openHab zeigte den Wechsel so:
2 bis 2,5 fachen Download und zehnfache Bandbreite im Upload. 

Man kann auch mal was gut finden..

bandbreit

Wie ich später merkte, war es tatsächlich der WLAN-Durchsatz, der den gemessenen Upload auf 35 kbit/s begrenzte, mit einem Lan-Kabel habe ich nun ~47, also auch im Upload das 3-4 - fache.



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